Niedersachsen-Monitor 2025: Wirtschaftsleistung stabil, Arbeitsmarkt robust

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Hannover. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) hat den Niedersachsen-Monitor 2025 veröffentlicht und darin zentrale Entwicklungen des Jahres 2024 sowie erste Trends für 2025 zusammengefasst. Die Broschüre zeigt, dass sich Niedersachsen im Bundesvergleich trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil entwickelt hat. Während die deutsche Gesamtwirtschaft 2024 leicht rückläufig war, verzeichnete Niedersachsen ein moderates Plus.

Der jährlich erscheinende Niedersachsen-Monitor vergleicht seit fast drei Jahrzehnten die Entwicklungsdaten des Landes mit allen anderen Bundesländern. Neben Wirtschaftsdaten umfasst er auch Informationen zu Bevölkerung, Pflege, Arbeitsmarkt und Finanzlage des öffentlichen Haushalts.

Wirtschaft wächst leicht, Arbeitsmarkt bleibt stabil

Die Wirtschaftsleistung Niedersachsens stieg 2024 preisbereinigt um 0,4 Prozent. Deutschland insgesamt rutschte dagegen mit –0,2 Prozent in eine leichte Rezession. Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich robust: Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich leicht auf 4,25 Millionen Menschen. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent an.

Im Vergleich mit dem Bund blieb die Entwicklung weitgehend parallel, jedoch mit geringerer Dynamik im Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Bevölkerung schrumpft leicht – Geburtenzahl sinkt weiter

2024 ging die Einwohnerzahl in Niedersachsen geringfügig zurück und liegt nun bei knapp 8 Millionen Menschen. Grund dafür ist ein anhaltendes Geburtendefizit, das den positiven Wanderungssaldo übersteigt. Die Zahl der Geburten sank im Vergleich zum Vorjahr erneut.

Pflegebedarf nimmt weiter zu

Besonders dynamisch gestiegen ist die Zahl der Pflegebedürftigen. Zwischen 2021 und 2023 wuchs diese Gruppe um 14,8 Prozent auf 623.000 Menschen. Damit liegt der Anteil pflegebedürftiger Personen nun bei 7,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Trend verdeutlicht den wachsenden Bedarf an Pflegeleistungen und entsprechender Infrastruktur im Land.

Öffentliche Haushalte: Einnahmen steigen leicht, Ausgaben deutlich

Die Landes- und Kommunalhaushalte Niedersachsens verzeichneten 2024 deutlich höhere Ausgaben, während die Einnahmen nur moderat zunahmen. Dadurch entstand im öffentlichen Gesamthaushalt ein Finanzierungsdefizit von 433 Euro pro Kopf. Bundesweit lag das Defizit etwas höher.

Besonders stark stiegen die Zinsausgaben: Sie erhöhten sich um 30,7 Prozent, liegen mit 140 Euro pro Kopf aber weiterhin unter dem bundesweiten Durchschnitt von 175 Euro.

Bedeutung des Niedersachsen-Monitors

Der Niedersachsen-Monitor bietet seit 28 Jahren eine detaillierte, vergleichbare Datengrundlage für Politik, Verwaltung und regionale Planung. Die Broschüre ist ab Mitte Dezember 2025 für 17 Euro erhältlich. Regionale Auswertungen stehen außerdem in der LSN-Online-Datenbank bereit.

Weitere Informationen sind im Pressebereich des LSN unter www.statistik.niedersachsen.de verfügbar.

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