ZDK erwartet Aufschwung für 2026

Anzeige
Digitale Realität

Berlin. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) prognostiziert für das Jahr 2026 eine deutliche Belebung des deutschen Pkw-Gesamtmarktes. Nach einer Phase stagnierender Entwicklungen infolge eines abrupten Förderstopps für Elektrofahrzeuge zeigt der Verband optimistische Anzeichen für eine Wiederbelebung, unterstützt durch neue Regierungspläne zur Förderung elektrischer Antriebe. Die Zukunft der E-Mobilität vor dem Durchbruch scheint näher zu kommen.

2026: E-Mobilität kommt!

Der ZDK erwartet einen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2026 um 3,5 bis 4 Prozent auf rund 2,95 Millionen Fahrzeuge. Von diesen werden voraussichtlich 1,1 Millionen Fahrzeuge mit einem batterieelektrischen Antrieb ausgestattet sein – sowohl Batterieelektrofahrzeuge (BEV) als auch Plug-in-Hybride (PHEV). Schlüsselfaktoren für diese Entwicklung sind unter anderem breitere E-Modellpaletten im Klein- und Kompaktwagensegment, verbesserte Reichweiten sowie ein sinkender Preisunterschied zwischen Verbrennern und Elektrofahrzeugen.

„Die politischen Impulse, das breitere Modellangebot und die wachsende Alltagstauglichkeit elektrischer Antriebe greifen endlich ineinander“, erklärte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „2026 wird zum Jahr, in dem die Elektromobilität im Markt wirklich ankommen kann, wenn die Weichen richtiggestellt werden.“

Im Gegensatz dazu wird für das Jahr 2025 lediglich ein minimaler Anstieg der Pkw-Neuzulassungen auf 2,85 Millionen Fahrzeuge sowie ein stagnierender Markt für BEV erwartet. Diese Entwicklung wird durch anhaltend hohe Ladestrompreise und eine unzureichende Anzahl von Ladepunkten in Wohnquartieren dämpfend beeinflusst.

Herausforderungen und Chancen

Der ZDK hebt hervor, dass ohne einen schnelleren Hochlauf der E-Mobilität in naher Zukunft ein CO2-Preis von bis zu 300 Euro pro Tonne drohen könnte. Dies hätte zur Folge, dass die Mobilität in Deutschland zu einer sozialen Frage werden könnte. Insbesondere Menschen ohne Zugang zu Neuwagen wären von bezahlbarer Automobilität ausgeschlossen. Die neuen Förderstrategien, die von der Bundesregierung eingeführt werden, könnten jedoch entscheidend sein, um die E-Mobilität breiter in der Gesellschaft zu etablieren.

„Wir brauchen schnell mehr bezahlbare Elektrofahrzeuge und alternative Kraftstoffe. Deshalb ist die jetzt angekündigte Förderung unverzichtbar“, betonte Peckruhn.

Trotz der Herausforderungen, die durch zwei verlorene Jahre und stagnierende private Nachfrage bedingt sind, gibt es nun Hoffnung auf Wendepunkte in der Elektromobilität. Die am 28. November von der schwarz-roten Koalition verkündeten Fördermaßnahmen könnten den erforderlichen Aufbruch einleiten.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Im Hinblick auf den Gebrauchtwagenmarkt wird für 2025 eine Stabilität auf hohem Niveau prognostiziert. Trotz der weiterhin hohen Neuwagenpreise wird ein moderater Anstieg der Besitzumschreibungen erwartet. Bis Jahresende wird der ZDK etwa 6,5 Millionen Halterwechsel vorhersagen. Auch 2026 wird mit einer anhaltenden Stabilität in diesem Segment gerechnet, da staatliche Förderimpulse und günstigere Finanzierungen Kunden verstärkt in Richtung Neuwagen lenken könnten.

„Der Gebrauchtwagenmarkt zeigt einmal mehr seine Stärke: Er federt Preissprünge ab und hält Deutschland mobil“, so Peckruhn.

Insgesamt könnte die E-Mobilität vor dem Durchbruch stehen. Die anstehenden Veränderungen im Markt und die politischen Impulse zur Förderung elektrischer Antriebe könnten entscheidend sein, um den Pkw-Markt ab 2026 wieder anzukurbeln. Die bereitgestellten Fördermaßnahmen sowie die Erhöhung der Anzahl an E-Fahrzeugen könnten der Schlüssel zur Etablierung der E-Mobilität in Deutschland sein. Die E-Mobilität vor dem Durchbruch verspricht somit weitreichende Auswirkungen auf die Automobilbranche und die Mobilität in Deutschland.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel