Pentests senken Cyberversicherungsprämien

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München. Unternehmen, die regelmäßig Penetrationstests durchführen, können ihre Cyberversicherungsprämien signifikant senken. Das geht aus dem aktuellen „Cyber Security Report DACH 2025“ des Sicherheitsunternehmens Horizon3.ai hervor, in dem 300 Führungskräfte überwiegend mittelständischer Firmen befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass 69 Prozent der Firmen überzeugt sind, dass kontinuierliches Pentesting einen Einfluss auf die Kosten ihrer Versicherungen hat.

Wie Pentests Kosten sparen

Regelmäßige Penetrationstests, auch Pentests genannt, sind gezielte Cyberattacken auf die eigenen IT-Systeme, die Schwachstellen aufdecken sollen. Laut der Umfrage haben 48 Prozent der teilnehmenden Unternehmen den Einfluss dieser Tests auf die Versicherungsprämien als hoch, sehr hoch oder extrem hoch eingestuft. Darüber hinaus konnten 28 Prozent der Firmen durch solche Tests bereits eine Prämienreduzierung bei ihrer Assekuranz erreichen. Branchenberichte gehen davon aus, dass die Einsparungen zwischen 10 und 20 Prozent liegen können, abhängig vom Versicherer und dem jeweiligen Risikoprofil.

Dennis Weyel, International Technical Director bei Horizon3.ai, wagt einen Ausblick auf die Zukunft der Cyberversicherungen: „Angesichts der sich ständig verschärfenden Sicherheitslage wird es in vielen Fällen weniger um Prämienreduzierung gehen als vielmehr darum, einen übermäßigen Anstieg zu verhindern.“ Er betont die Notwendigkeit regelmäßiger IT-Sicherheitsnachweise, um auch weiterhin Versicherungsschutz zu erhalten. Zudem schätzen Experten, dass die Schäden durch Hackerangriffe um bis zu 40 Prozent reduziert werden können, wenn Sicherheitslücken zeitnah behoben werden.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) berichtet von einem rasant wachsenden Markt für Cyberversicherungen, dessen Volumen im Jahr 2022 bereits 700 Millionen Euro betrug, was einem Anstieg von 144 Prozent seit 2020 entspricht. Die Beitragseinnahmen sind hierbei stärker gestiegen als die Anzahl der Verträge, was auf signifikante Prämienerhöhungen hindeutet. Vor allem Industrieunternehmen stellen die Hauptkunde der Cyberversicherung dar, mit einem Anteil von über 80 Prozent an den Beitragseinnahmen.

Angesichts dieser Entwicklungen wird klar, dass Unternehmen aus der Region München und darüber hinaus gut beraten sind, in ihre Cybersicherheitsstrategien zu investieren. Regelmäßige Pentests senken nicht nur die Kosten für Cyberversicherungen, sondern tragen auch maßgeblich dazu bei, die IT-Sicherheit insgesamt zu verbessern. In einer Zeit, in der Cyberangriffe häufig vorkommen, ist dies ein entscheidender Schritt für Unternehmen jeder Größe.

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