Berlin. Die Gemeine Winterlibelle wurde zur Libelle des Jahres 2026 ernannt. Die Auszeichnung stammt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Gesellschaft der deutschsprachigen Odonatologen (GdO). Die Libelle ist einzigartig, da sie als erwachsenes Insekt über den Winter hinweg überdauert, was sie zu einer besonderen Art in Deutschland macht.
Tolle Neuigkeiten aus der Natur!
Die Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca) zeigt eine beeindruckende Überlebensstrategie: Sie überwintert als erwachsenes Insekt und nutzt dazu geschützte Orte wie Lichtungen und Röhricht an naturnahen Gewässern. Diese Libellenart ist sowohl männlich als auch weiblich in einer nahezu identischen braun-bronzefarbenen Färbung gehalten, was ihr eine effektive Tarnung in der winterlichen Umgebung verleiht. An sonnigen Tagen können die Libellen jedoch in der Luft beobachtet werden, während sie flink umherfliegen.
Die Wahl zur Libelle des Jahres richtet den Blick auf die Bedeutung naturnaher Landlebensräume. Die Gemeine Winterlibelle ist weit verbreitet und profitiert von den milderen Wintern, vermutlich verstärkt durch den Klimawandel. Das zunehmende Bewusstsein, dass Libellen nicht nur Wasserlebensräume benötigen, sondern auch auf das Vorhandensein von geeigneten Biotopstrukturen in ihrer Umgebung angewiesen sind, steht im Mittelpunkt dieser Auszeichnung.
Die Bedeutung der Lebensräume
Gerade für die Gemeine Winterlibelle ist die Vernetzung verschiedener Lebensräume von großer Bedeutung. Während sie oft als aquatische Tiere angesehen werden, zeigt diese Art, dass auch Landlebensräume für ihr Überleben erforderlich sind. Aktuell zählt die Libelle nicht zu den gefährdeten Arten unter den rund 80 heimischen Libellenarten, was jedoch nicht über die Bedrohung von anderen, weniger stabilen Arten hinwegtäuschen sollte.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Insgesamt ist die Auszeichnung der Gemeinen Winterlibelle zur Libelle des Jahres 2026 ein positives Signal für den Naturschutz. Damit werden nicht nur die spezifischen Lebensbedürfnisse dieser Art erkannt, sondern auch deren Rolle im Ökosystem. Für Bürgerinnen und Bürger ist dies ein Aufruf, die natürliche Vielfalt in Deutschland zu schätzen und zuzusehen, wie sich Lebensräume entwickeln und verbunden werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gemeine Winterlibelle nicht nur eine faszinierende Art ist, sondern auch einen wichtigen Indikator für das ökologische Gleichgewicht in unserer Region darstellt. Es ist essenziell, die Vernetzung naturnaher Lebensräume zu unterstützen und somit das Überleben solch besonderer Arten zu sichern.

