München. Fünf herausragende Forscherinnen und Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München haben jeweils einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) erhalten. Diese Auszeichnung, die mit bis zu zwei Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren verbunden ist, ermöglicht den Wissenschaftlern, ihre innovativen Projekte in verschiedenen Forschungsbereichen weiterzuentwickeln. Die ERC Grants LMU Forschung fördern unterschiedliche Themen von Klimawandelanpassung bis hin zur Untersuchung von Mitochondrien.
Fünf neue ERC Grants vergeben!
Die neuen ERC-Adressen an der LMU sind Professor Matthias Garschagen, Professorin Sophia Stöcklein, Dr. Christian Schilling, Professor Arthur Liesz und Professor Lucas Jae. Sie arbeiten an wegweisenden Forschungsprojekten, die aktuelle Herausforderungen in der Wissenschaft ansprechen.
Fokus auf Krebserkrankungen
Professorin Sophia Stöcklein beschäftigt sich mit der Krebsdiagnostik. Ihr Projekt CONNECT zielt darauf ab, mithilfe der funktionellen Konnektivitäts-MRT und KI-gestützter Werkzeuge die Kommunikation zwischen Tumoren und dem Gehirn sichtbar zu machen. „CONNECT soll die Kommunikation zwischen Tumor und Gehirn sichtbar und damit für Diagnostik und Therapie nutzbar machen“, betont Stöcklein.
Klimawandelanpassung im Fokus
Professor Matthias Garschagen, dessen Projekt GOALT sich mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinandersetzt, erklärt die Dringlichkeit der Anpassung: „Aktuelle Maßnahmen sind zu langsam und nicht tiefgreifend genug.“ Sein Projekt soll einen theoretischen Rahmen entwickeln, um anpassungsfördernde Ziele festzulegen, unterstützt von umfassenden Analysen in städtischen Kontexten wie Hamburg, Mumbai, Manila und Kapstadt.
Technologische Innovationen
Dr. Christian Schilling verfolgt mit seinem ERC-Projekt beyondDFT einen neuen Ansatz zur Berechnung der Elektronenstruktur von Materialien. Ziel ist es, neue Funktionale für die Beschreibung von stark korrelierten Vielteilchensystemen zu entwickeln, die für die Materialwissenschaft von Bedeutung sind.
Einen weiteren Aspekt der zellulären Funktionalität beleuchtet Professor Lucas Jae mit seinem Projekt mitoSCALES. Er untersucht, wie Mitochondrien auf Stress reagieren und welche Rolle sie im Zusammenhang mit altersbedingten Erkrankungen spielen. Durch die Analyse dieser Mechanismen sollen Grundlagen für biomedizinische Strategien geschaffen werden.
Schlaganfall und Immunologie
Professor Arthur Liesz widmet sich den Auswirkungen von Schlaganfällen auf das Immunsystem. Sein Projekt TRAINED erforscht die trainierte Immunität und deren Rolle bei der Entstehung systemischer Reaktionen nach einem Schlaganfall. Ziel ist es, die zugrunde liegenden Mechanismen zu entschlüsseln und möglicherweise neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Auszeichnung mit den ERC Grants LMU Forschung stellt nicht nur eine finanzielle Unterstützung dar, sondern unterstreicht die Bedeutung der LMU in der internationalen Forschungslandschaft. Die Projekte der ausgezeichneten Wissenschaftler sind von regionalem Interesse und könnten weitreichende praktische Auswirkungen für die Bevölkerung haben, sei es durch verbesserte Krebserkennung oder innovative Ansätze zur Bewältigung der Klimakrise. Mit diesen Förderungen positioniert sich die LMU als ein Zentrum für exzellente Forschung und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen sowie gesellschaftlichen Entwicklung in München und darüber hinaus.
Für weitere Informationen über die LMU und ihre Forschungsprojekte besuchen Sie regionalupdate.de und LMU München.

