Gewaltprävention in Ausbildung und Beruf

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Berlin. In dieser Woche steht die Gewaltprävention am Arbeitsplatz besonders im Fokus. Das Präventionsprogramm „Jugend will sich-er-leben“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sensibilisiert junge Beschäftigte für die Thematik und ruft unter dem Motto „Gewaltfrei? Bin dabei!“ zum Handeln auf. Ziel ist es, verschiedene Formen von Gewalt im Arbeitsumfeld besser zu erkennen und Konflikte frühzeitig zu entschärfen.

Konflikte am Arbeitsplatz erkennen!

Die Verschiedenen Formen von Gewalt, die am Arbeitsplatz auftreten können, sind vielfältig. Stefanie Hobrack-Zscheich von der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik erklärt:

„Wir unterscheiden da in körperliche und psychische Gewalt. Zur körperlichen Gewalt gehören zum Beispiel Schläge oder Stöße. Die psychische Gewalt ist etwas breitgefächerter. Da sind Drohungen zum Beispiel dabei oder Einschüchterungen. Und wir finden auch die geschlechtsspezifische Gewalt, wo sexuelle Belästigungen beispielsweise dazugehören.“

Häufig sind es die Arbeitsbedingungen selbst, die Konflikte begünstigen. Stress, Unsicherheit und herausfordernde Situationen im direkten Kundenkontakt können rasch zu einem angespannten Arbeitsumfeld führen. Hobrack-Zscheich hebt hervor:

„Das ist oft ein Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren. Wir haben zum Beispiel belastende Arbeitsbedingungen wie Zeitdruck oder Alleinarbeit. Generell kann man sagen, dass der Kontakt mit anderen Menschen und damit einhergehend schwierige Gesprächssituationen auch dazu führen können.“

Ein grundlegender Schritt zur Gewaltprävention besteht darin, geeignete Strukturen zu schaffen. Hierbei können Arbeitgeber durch präventive Maßnahmen nicht nur Risiken senken, sondern auch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Die Implementierung einer Gefährdungsbeurteilung ist dabei essenziell.

„Ganz wichtig ist es, auf betrieblicher Ebene anzufangen, mit einer Gefährdungsbeurteilung herauszufinden, wo Gefahren lauern und dann klare Regeln und Notfallpläne davon abzuleiten“, so Hobrack-Zscheich. „Außerdem ist es wahnsinnig wichtig, Vorfälle immer zu dokumentieren und zu melden, damit man aus ihnen lernen kann.“

Eine wichtige Maßnahme zur Gewaltprävention am Arbeitsplatz ist ein offener Umgang mit Konflikten und eine respektvolle Kommunikationskultur.

Wenn Konflikte aufkommen, können einfache Techniken helfen, um Abstand zu gewinnen. Hobrack-Zscheich empfiehlt:

„Da hilft es auf jeden Fall, kurz innezuhalten, innerlich bis beispielsweise fünf zu zählen und ganz tief durchzuatmen. Es kann außerdem auch sehr nützlich sein, eine dritte Person hinzuzuziehen oder das Thema zu wechseln.“

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Das Programm zur Gewaltprävention am Arbeitsplatz ist besonders relevant für junge Berufseinsteiger und deren Arbeitsumfeld. Die Ausbreitung solcher präventiven Maßnahmen fördert nicht nur eine positive Arbeitsatmosphäre, sondern auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter. In Zeiten von steigender Stressbelastung und Unsicherheit am Arbeitsplatz sind klare Strukturen und Kommunikation von großer Bedeutung. Durch das Aufgreifen des Themas Gewaltprävention am Arbeitsplatz möchte die DGUV zusammen mit regionalen Unternehmen das Bewusstsein für diese Problematik schärfen und die Sicherheit in der Arbeitswelt verbessern.

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