München. Zum Jahresausklang zeigen sich die Bauzinsen bereits leicht steigend – und dieser Trend könnte auch im Jahr 2026 anhalten. Experten erwarten, dass Kaufinteressierte sich auf ein höheres Zinsniveau einstellen müssen. Zudem ziehen die Immobilienpreise an, da die Phase der Preiskorrekturen offenbar vorbei ist.
Steigende Zinsen voraus!
Ein Blick auf die Prognosen für die Bauzinsen 2026 Deutschland zeigt, dass sich die Marktbedingungen ändern werden. Rund 67 Prozent der befragten Experten im Interhyp-Bankenpanel rechnen im nächsten halben Jahr mit steigenden Bauzinsen, während niemand mehr von einem Rückgang der Zinsen ausgeht. Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp, erläutert: „Mit den geplanten wachsenden Haushaltsdefiziten und den erhöhten Anleiheemissionen ab 2026 müssen wir mit steigenden Baufinanzierungskosten rechnen.“
Anstieg der Immobilienpreise
Parallel zu den steigenden Zinsen rechnet Mohr mit anhaltend steigenden Immobilienpreisen. Dies wird vor allem durch die hohe Nachfrage nach Wohneigentum in den Metropolen sowie einem angespannten Mietmarkt verstärkt. „Wir erwarten, dass die Immobilienpreise in Deutschland 2026 weiter ansteigen werden“, fügt sie hinzu. Diese Entwicklung gestaltet die Kaufentscheidung für Interessierte zunehmend herausfordernd, da die „Schnäppchenjagd“ in der aktuellen Marktsituation kaum noch realistisch ist.
Rückkehr der KfW-55-Förderung
Eine positive Nachricht für den Wohnungsmarkt ist die Rückkehr der KfW-55-Förderung, die ab Mitte Dezember wieder in Kraft tritt. Diese Unterstützung könnte insbesondere Neubauprojekte ankurbeln, da viele Wohnungen genehmigt, aber noch nicht gebaut wurden. „Diese wiederbelebte Förderung könnte 2026 den entscheidenden Impuls für die Neubautätigkeit geben“, erläutert Mohr.
Kaufinteressierte sollten jetzt aktiv werden und auf die zukunftsorientierten Anzeichen reagieren.
Für viele Kaufinteressierte heißt es nun, Planungssicherheit vor Spekulation zu wählen. Mohr rät, nicht auf fallende Zinsen zu setzen, da das Risiko steigender Kosten überwiegt. Immer häufiger gehen Käufer zu kürzeren Zinsbindungen und niedrigeren Tilgungen über, um die monatlichen Raten zu optimieren. „Eine professionelle Beratung hilft dabei, das Budget realistisch zu kalkulieren und die Fördermöglichkeiten optimal einzubinden“, schließt Mohr.
Abschließend zeigt die Analyse der Bauzinsen 2026 Deutschland, dass sich sowohl Käufer als auch Investoren auf eine herausfordernde, aber potenziell lohnenswerte Phase vorbereiten müssen. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen die politischen Entscheidungsträger im Hinblick auf die Förderung des Neubaus umsetzen werden, besonders in Anbetracht der anhaltenden Nachfrage am Immobilienmarkt.

