Radius Kampfmittelverdachtspunkt Hafenbahn

Kampfmittelverdacht in Rheine: Freilegung und mögliche Evakuierungen am 18. Dezember

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Rheine. Bei routinemäßigen Sondierungen im Rahmen der Bauarbeiten an der Hafenbahn ist ein Kampfmittelverdachtspunkt entdeckt worden. Um den Verdacht zweifelsfrei zu klären, wird die Stelle am Donnerstag, 18. Dezember 2025, ab 8 Uhr durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst freigelegt. Erst nach dieser Freilegung kann entschieden werden, ob tatsächlich ein Kampfmittel vorliegt und ob Evakuierungen notwendig werden.

Die Stadt Rheine bereitet sich gemeinsam mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und den betroffenen Einrichtungen auf ein mögliches Evakuierungsszenario vor. Die Sicherheit von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie von Patientinnen und Patienten hat dabei höchste Priorität, wie die Stadt betont.

Evakuierungsradius und Sperrungen bei bestätigtem Fund

Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde ein Sicherheitsradius von rund 250 Metern um die Fundstelle eingerichtet. In diesem Bereich müssten Anwohnende ihre Wohnungen verlassen. Auch das angrenzende Wohngebiet wäre betroffen, da der Hörstkamp für die Dauer der Maßnahmen gesperrt werden müsste und die einzig verfügbare Zufahrt bildet.

Wie bei früheren Einsätzen plant die Stadt, Mitarbeitende sowie Einsatzkräfte mit Lautsprecheranlagen durch die betroffenen Straßen gehen zu lassen, um direkt zu informieren. Parallel würde die erste Warnung über die NINA-Warn-App erfolgen. Weitere Informationen gäbe es über MV online und Radio RST.

Sammelstelle und Hinweise für Betroffene

Für evakuierte Personen ist das Begegnungszentrum Mitte51 als Sammelstelle vorgesehen. Haustiere können dort nicht untergebracht werden. Anwohnerinnen und Anwohner werden deshalb gebeten, frühzeitig alternative Unterbringungsmöglichkeiten für Tiere zu organisieren.

Pflegebedürftige Menschen werden über bestehende Hausnotrufsysteme informiert. Zusätzlich richtet die Stadt im Bedarfsfall ein Infotelefon ein. Ab Montag können Betroffene das Ordnungsamt unter 05971 939-980 kontaktieren, wenn sie Unterstützung benötigen oder ihre Wohnung nicht selbstständig verlassen können. Allgemeine Rückfragen beantwortet das Pressereferat unter 05971 939-248.

Die Dauer der Maßnahmen hängt von den örtlichen Bedingungen und dem Zustand eines möglichen Kampfmittels ab. Ein mehrstündiger Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ist daher möglich. Die Stadt empfiehlt, notwendige Medikamente, Wasser und kleine Snacks mitzunehmen.

Sobald die Rückkehr in die Wohnungen wieder erlaubt ist, informiert die Stadt zeitnah. Auch lokale Medien werden fortlaufend über den Stand der Arbeiten berichten.

Im Alltag der betroffenen Straßen bleibt der Kampfmittelverdachtspunkt damit ein Thema, das Vorbereitung und gegenseitige Unterstützung erfordert. Die Stadt bittet um Aufmerksamkeit für Nachbarinnen und Nachbarn, damit alle betroffenen Personen rechtzeitig erreicht werden.

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