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Neubau des Holstein-Stadions: Kiel beschließt Umbau ab 2026

Kiel. Die Stadt hat den Weg für den Neubau des Holstein-Stadions freigemacht. Die Ratsversammlung entschied am 11. Dezember über die Vergabe des Großprojekts, das der KSV Holstein einen modernen und wettbewerbsfähigen Spielort sichern soll. Der Siegerentwurf stammt vom Architekturbüro HPP und wird von der Zech Sports GmbH umgesetzt. Der Baustart ist nach Abschluss der Saison 2025/26 geplant. Die Neubau Holstein Stadion wird damit zu einem langfristig angelegten Infrastrukturprojekt für Stadt und Verein.

KSV-Präsident Steffen Schneekloth bezeichnet den Neubau als wichtigen Schritt für die Zukunft des Clubs. Er betont, dass Fans und Mannschaft durch die moderne Arena verbesserte Bedingungen erhalten und sich Tradition mit zeitgemäßer Sportarchitektur verbinden lasse. Die Bauphase im laufenden Spielbetrieb werde eine Herausforderung, sei jedoch gut vorbereitet.

Moderne Arena mit maritimer Architektur

Das neue Stadion entsteht in mehreren Abschnitten, die sowohl während als auch außerhalb der Saison umgesetzt werden. Die Arena wird künftig 22.087 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bieten. Rund 44 Prozent der Kapazität entfallen auf Stehplätze, 56 Prozent auf Sitzplätze. Barrierefreiheit ist ein zentrales Element der Planung. Durch eine leichte Geländeanhebung werden barrierefreie Zugänge geschaffen, zudem entstehen 64 Rollstuhlplätze und 60 Plätze für sehbehinderte Fans.

Die Architektur nimmt klaren Bezug zur Küstenstadt Kiel. Die Dachkonstruktion erinnert an Schiffsbau und bringt maritime Elemente in die Gestaltung ein. Laut Verein bietet die Tragstruktur zudem die Möglichkeit, künftig Photovoltaikflächen zu integrieren. Auch der Businessbereich wird erweitert und um zusätzliche Logen ergänzt.

KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke verweist auf neue Chancen in Vermarktung und Partneraktivierung. Ein zeitgemäßes Umfeld, mehr Präsentationsflächen und zusätzliche Hospitality-Angebote stärken laut Verein die wirtschaftliche Perspektive des Standorts.

Finanzen, regionale Effekte und nächste Schritte

Der Finanzierungsrahmen liegt bei 75 Millionen Euro netto und wird von Land, Stadt, Verein und privaten Unterstützern getragen, darunter Gerhard Lütje. Die KSV Holstein rechnet mit deutlichen regionalökonomischen Effekten. Der Spielbetrieb in Bundesliga oder 2. Bundesliga belebe Beschäftigung, Gastronomie und Hotellerie in der Region. Zusätzliche Veranstaltungen außerhalb des Ligabetriebs sollen die Attraktivität des Standorts weiter erhöhen.

In den kommenden Monaten erfolgt die Detailplanung. Abhängig vom Genehmigungsverfahren ist der Baustart gegen Ende des zweiten Quartals 2026 vorgesehen. Weitere Informationen und Visualisierungen zum Projekt stellt die Stadt Kiel online bereit.

Mit dem Neubau entsteht eine Spielstätte, die die infrastrukturellen Anforderungen der kommenden Jahre erfüllen soll. Für Fans und Verein bedeutet der Neubau Holstein Stadion einen deutlichen Entwicklungsschub, der weit über den Sport hinaus Wirkung entfalten soll.

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