Berlin. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat heute in einer Sitzung im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) auf die wachsende Bedrohung durch die Schilf-Glasflügelzikade hingewiesen. Diese Insektenart stellt eine ernste Gefahr für zentrale Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben dar und gefährdet somit die Versorgungssicherheit in der heimischen Landwirtschaft.
Neue Bedrohung für die Landwirtschaft
Die Schilf-Glasflügelzikade ist zu einem neuen ernstzunehmenden Problem für die Landwirtschaft geworden. Frank Gemmer, Hauptgeschäftsführer des IVA, betonte die Dringlichkeit, Lösungen zu finden, bevor es zu erheblichen Ernteverlusten kommt. Ein zentrales Thema ist die Dauer der Zulassung innovativer Pflanzenschutzmittel in Deutschland. Um die notwendigen Zulassungsversuche durchführen zu können, müssen die entsprechenden Richtlinien so schnell wie möglich veröffentlicht werden.
Der IVA lobt die Bemühungen von Bundesminister Alois Rainer, der bereits Notfallzulassungen für Pflanzenschutzmittel ermöglicht hat. Diese Maßnahmen sind nach Gemmers Aussagen entscheidend, um den Herausforderungen, die 2025 auf die Landwirtschaft zukommen, begegnen zu können. Dennoch ist die Bedrohung durch die Schilf-Glasflügelzikade weiterhin ein ernstes Problem, da täglich neue Nachweise des Schadinsekts gemeldet werden. Ohne effektive Bekämpfungsstrategien drohen mittelfristig Totalausfälle ganzer Kulturen, auch bei Wirtspflanzen wie Wintergetreide.
Wirtschaftliche Folgen für ländliche Räume
Die Gefährdung der Ernten hat nicht nur Auswirkungen auf die Landwirtschaft selbst, sondern betrifft auch die Wirtschaftskraft in ländlichen Regionen. Zuckerfabriken und die Verarbeitung von Kartoffeln sowie der Gemüsebau sind tragende Säulen der regionalen Wertschöpfung. Ein Wegfall dieser Strukturen könnte irreversible Folgen für Arbeitsplätze und Standortfaktoren haben.
In diesem Zusammenhang unterstützt der IVA die Forderung nach hochwirksamen Beizmitteln, die eine nachhaltige Kontrolle der Schilf-Glasflügelzikade ermöglichen sollen. Nur durch den Einsatz solcher Mittel in den betroffenen Kulturen sowie in Wirtspflanzen sei es möglich, Infektionsketten zu unterbrechen und den Krankheitsdruck zu senken.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Notwendigkeit eines entschlossenen Handelns, um die Landwirtschaft und die ländlichen Räume zu schützen. Gemmer appeliert an die Beteiligten, nach dem Austausch im BMLEH schnellstmöglich weitere Schritte zu gemeinsamem Handeln einzuleiten, um die Versorgungssicherheit nachhaltig zu gewährleisten.
Insgesamt stellt die Bedrohung durch die Schilf-Glasflügelzikade eine ernstzunehmende Herausforderung dar, die alle Akteure im Bereich Landwirtschaft betrifft. Der IVA wird weiterhin auf die Notwendigkeit eines effektiven Umgangs mit diesem Schädling hinweisen, um die Produkte der heimischen Landwirtschaft und die damit verbundene Versorgungssicherheit langfristig zu sichern.

