70 Jahre Anwerbeabkommen: 650.000 Menschen mit italienischer Einwanderung in Deutschland

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Wiesbaden. Im Jahr 2024 lebten rund 650 000 Menschen mit italienischer Einwanderung Deutschland in Deutschland, davon 67 000 ehemalige Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, die zwischen 1955 und 1973 eingewandert sind. Die Mehrheit lebt in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Italienische Einwanderung heute

In Deutschland lebten 2024 etwa 465 000 Personen mit italienischer Einwanderungsgeschichte, die selbst eingewandert sind. Im Durchschnitt waren diese seit mehr als 30 Jahren im Land. Ein Viertel zog bereits während der Anwerbeabkommen von 1955 bis 1973 zu, während knapp ein Drittel erst seit 2014 nach Deutschland gekommen ist. 41 Prozent der Eingewanderten gaben Erwerbstätigkeit als Hauptgrund an, 44 Prozent nannten familiäre Gründe. Die übrigen Personen nannten Bildung, EU-Freizügigkeit oder andere Motive für ihre Zuwanderung.

Demografische Merkmale

Die Menschen mit italienischer Einwanderung waren 2024 im Durchschnitt 45 Jahre alt. Männer machten mit 59 Prozent einen größeren Anteil aus als Frauen. 85 Prozent hatten die italienische oder eine andere ausländische Staatsangehörigkeit, 15 Prozent die deutsche, wobei Letztere unter den in Deutschland Geborenen mit 27 Prozent höher war als unter den Eingewanderten.

Regionale Verteilung und Berufsfelder

Fast 70 Prozent der Menschen mit italienischer Einwanderung Deutschland leben in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung hatten sie den höchsten Anteil im Saarland, gefolgt von Baden-Württemberg und Hessen. Beschäftigt sind sie insbesondere in Gastronomie, Speisezubereitung, Reinigungsberufen sowie der Metallbearbeitung.

„Menschen mit italienischer Einwanderungsgeschichte stellten 2024 gemessen an allen Erwerbstätigen einen Anteil von 0,9 Prozent“, heißt es vom Statistischen Bundesamt.

Beispiel für eine sachliche Aufzählung:

  • 41 % kamen aus Erwerbstätigkeitsgründen
  • 44 % aus familiären Gründen
  • 5 % bildungsbedingt
  • 3 % aufgrund der EU-Freizügigkeit
  • 7 % aus sonstigen Gründen

Beispiel:

Die Entwicklung der italienischen Einwanderung ist eng mit dem historischen Kontext verbunden. Das Anwerbeabkommen von 1955 zwischen Deutschland und Italien war der Beginn einer starken Migration, die bis zum Anwerbestopp 1973 dauerte. Viele der damals Eingewanderten blieben, holten Familienangehörige nach und trugen zur wirtschaftlichen Entwicklung bei.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass Menschen mit italienischer Einwanderung Deutschland vor allem in den Bundesländern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern stark vertreten sind. Für Bürgerinnen und Bürger bedeuten diese Zahlen eine lebendige Migrationsgeschichte, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen mit sich bringt. Künftig wird es darauf ankommen, Integration weiter zu fördern und die vielfältigen Beiträge der Menschen mit italienischer Herkunft anzuerkennen. Weitere aktuelle Daten sind auf dem Dashboard Integration des Bundes verfügbar. Ausführliche Informationen bietet das Statistische Bundesamt.

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