Hamburg. Die Autorinnen Isabell Beer und Isabel Ströh wurden von der Fachzeitschrift „medium magazin“ als journalistinnen des jahres 2025 ausgezeichnet. Die renommierte Ehrung würdigt ihre mutigen Recherchen zu sexualisierter Gewalt im Internet, die bereits mit dem Grimmepreis prämiert wurden.
Auszeichnung für Journalistinnen: Journalistische Arbeit zu sexualisierter Gewalt im Netz
Isabell Beer und Isabel Ströh sind Journalistinnen, die sich seit 2022 undercover mit sexualisierter Gewalt im Internet auseinandersetzen. Dabei drangen sie in Plattformen vor, auf denen Täter Strategien austauschen, um Frauen zu missbrauchen, darunter Methoden, wie Betäubung und Vergewaltigung unbemerkt durchgeführt werden können. Ihre Recherchen dokumentieren erstmals strukturelle Vorgehensweisen und Mechanismen innerhalb eines Täter-Netzwerks, das lange Zeit unbeachtet blieb.
Hintergründe der Recherche
Die Journalistinnen arbeiteten für das Format STRG_F von NDR und funk. Dabei gelang es ihnen, auch deutsche Nutzer zu identifizieren und die Frage zu stellen, warum diese Täter bislang nicht gestoppt wurden. Die investigative Arbeit von Beer und Ströh rief breite öffentliche und politische Debatten hervor, die über Deutschland hinaus Wirkung zeigten.
„Beer und Ströh verbinden investigative Recherche, gesellschaftliche Analyse und die Perspektive der Betroffenen zu einem eindrucksvollen Gesamtbild über die Herausforderungen beim Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Netz“, erklärte die unabhängige Fachjury von „medium magazin“.
Hinter den Namen: Beruflicher Werdegang
Isabell Beer, Jahrgang 1994, arbeitet als Investigativ-Journalistin für STRGF beim NDR/funk. Ohne klassisches Studium startete sie ihre journalistische Karriere mit einem Volontariat beim Berliner Kurier. Isabel Ströh, geboren 1993, studierte Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften in Kiel und absolvierte ein Volontariat beim NDR. Sie ist ebenfalls für STRGF und das ARD-Magazin Panorama tätig.
Beide Journalistinnen setzen mit ihren Recherchen Maßstäbe für die investigative Berichterstattung zu gesellschaftlich bedeutenden und oft tabuisieren Themen, so Juliane von Schwerin, Leiterin des Programmbereichs Gesellschaft beim NDR.
Weitere Informationen zur Recherche
Die Arbeit von Beer und Ströh ist in mehreren STRG_F-Dokumentationen dokumentiert, darunter „Undercover unter Vergewaltigern – Wir finden die Täter“ sowie „Das Vergewaltiger-Netzwerk auf Telegram“. Neu erschienen ist die Doku „Das Vergewaltiger-Netzwerk: Festnahmen und neue Uploads“, die Entwicklungen seit der ersten Veröffentlichung darstellt.
- Undercover unter Vergewaltigern – Wir finden die Täter
- Das Vergewaltiger-Netzwerk auf Telegram
- Doku „Das Vergewaltiger-Netzwerk: Festnahmen und neue Uploads“
Das „medium magazin“ vergibt den Preis „Journalistinnen und Journalisten des Jahres“ seit 2004 einmal jährlich. In der aktuellen Ausgabe findet sich ein ausführliches Interview mit den ausgezeichneten Journalistinnen.
Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Auszeichnung als journalistinnen des jahres 2025 von Isabell Beer und Isabel Ströh unterstreicht die Bedeutung investigativer Recherche für die Gesellschaft. Für Hamburg als Medienstadt bestätigt die Ehrung die zentrale Rolle des NDR bei der Förderung von mutigem Journalismus. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt im Internet und den digitalen Raum. Die weiteren geplanten Veröffentlichungen werden zeigen, wie diese Thematik weiter bearbeitet und politisch begleitet wird. Aktuelle Informationen sind auf regionalupdate.de und beim NDR zu finden.
Weitere Informationen zum Thema und Berichte rund um regionale Ereignisse sind auf regionalupdate.de verfügbar. Zusätzlich bietet die offizielle Website des NDR vertiefende Informationen zu den journalistischen Formaten.

