Berlin. Nach drei Jahren der Mehrwegangebotspflicht zeigt eine Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) erhebliche Mehrweg Angebotspflicht Verstöße bei Bäckerei- und Tankstellenketten. 18 von 32 getesteten Filialen erfüllen die Vorschriften nicht, was zu rechtlichen Schritten geführt hat.
Mehrweg-Verstöße enthüllt
Umfang der Verstöße bei Bäckerei- und Tankstellenketten
Die DUH hat bei 18 von 32 überprüften Filialen großer Ketten wie Backwerk, Junge Die Bäckerei, Esso und Total Energies Verstöße gegen die Mehrwegangebotspflicht festgestellt. In zehn Filialen wurde kein Mehrwegangebot für Getränke bereitgestellt, in vier Fällen fehlten tatsächlich verfügbare Mehrwegbecher trotz Hinweisschildern, und in weiteren vier Fällen gab es zwar Mehrweg, aber keine entsprechenden Informationsschilder. Besonders negativ fiel auf, dass in drei Fällen Unternehmen ihr Mehrwegangebot sogar wieder eingestellt haben.
Rechtliche Maßnahmen und Forderungen der DUH
Die DUH hat gegen die betroffenen Unternehmen rechtliche Schritte eingeleitet und fordert von Bundesumweltminister Steffi Lemke Nachbesserungen. Dazu gehören eine bundesweite Einweg-Abgabe und eine frühzeitige Ausweitung der Mehrwegpflicht auf alle Einweg-Verpackungen für Speisen, noch vor der EU-weiten Umsetzung bis Februar 2028. Notwendig seien auch mehr Kontrollen und Sanktionen durch die zuständigen Behörden, um die Mehrwegangebotspflicht durchzusetzen.
„Bis heute ernten unsere Testpersonen verständnislose Blicke vom Verkaufspersonal, wenn sie nach Mehrweg fragen“, sagte Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH.
Informationspflichten und Verbraucheraufklärung
Zusätzlich bemängelt die DUH, dass in zahlreichen Filialen die vorgeschriebenen Informationsschilder über das Mehrwegangebot fehlten oder unzureichend waren. Oft werde das Verkaufspersonal nicht aktiv auf die Mehrwegalternativen aufmerksam machen. Laut Elena Schägg, stellvertretende Leiterin Kreislaufwirtschaft der DUH, reiche es nicht aus, den Pfandbetrag lediglich auf der Menütafel zu vermerken.
- 208 Filialbesuche in drei Jahren für die Untersuchung
- 116 Verstöße festgestellt
- Mehrere Gerichtsverfahren mit überwiegend positiven Urteilen für die DUH
Vorbildliche Nutzung bei einzelnen Anbietern
Ein positives Beispiel zeigte die Jet Tankstelle, deren Filialen das Mehrwegangebot vorbildlich umsetzen. Dies verdeutlicht, dass die Pflichtigkeiten grundsätzlich erfüllbar und praktikabel sind.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Schlussfolgerungen und regionale Bedeutung
Die vorliegenden Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen bei der Umsetzung der Mehrwegangebotspflicht auch in Hessen und umliegenden Regionen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist das ein Hinweis, verstärkt nach Mehrwegalternativen zu fragen und auf deren korrekte Bewerbung zu achten. Die Landes- und Kommunalbehörden sind gefordert, die Einhaltung konsequenter zu kontrollieren und Verstöße zu sanktionieren.
Geplante Initiativen wie eine bundesweite Einweg-Abgabe sowie die frühere Ausweitung der Mehrwegpflicht bieten Perspektiven für nachhaltigere Verpackungslösungen vor Ort. Weitere Informationen und praktische Tipps zum Umgang mit Verpackungen finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie bei der Deutschen Umwelthilfe (duh.de).
Interne Verlinkung: Lesen Sie mehr zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf regionalupdate.de.
Externe Verlinkung: Offizielle Informationen zur Mehrwegangebotspflicht bietet die Deutsche Umwelthilfe: Mehrwegangebotspflicht FAQ.

