NRW-Innenminister Reul zur Sicherheit der Infrastruktur

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Köln. Innenminister Herbert Reul hat vor einer möglichen Gefährdung kritischer Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen gewarnt. Die Sicherheit kritische Infrastruktur NRW sei nicht ausreichend, wie er im Interview mit WDR2 erklärte.

Sicherheit jetzt stärken: Herausforderungen und Maßnahmen für die kritische Infrastruktur in NRW

Innenminister Reul betonte, dass die Infrastruktur in NRW angreifbar sei. Er wies darauf hin, dass in der Vergangenheit die Risiken nicht ernst genug genommen wurden. Öffentliche Informationen über Standorte wichtiger Einrichtungen machten diese verwundbar. Reul sagte:

„Wir haben über viele, viele Jahre dieses Thema auch nicht ernst genommen. Wir haben sogar vor lauter ‚Transparenteritis‘ alles schön öffentlich gemacht: Wo welcher Knotenpunkt ist, wo welche Stromverbindung ist. Alles transparent und öffentlich.“

Er verdeutlichte, dass zunächst das Eingeständnis eines Problems nötig sei, gefolgt von klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das in Berlin zur Abstimmung stehende Kritis-Dachgesetz soll definieren, welche Einrichtungen als kritische Infrastruktur gelten und welche Sicherheitsauflagen für deren Schutz erforderlich sind.

Verantwortung der Betreiber und Sicherheitsmaßnahmen

Die Betreiber kritischer Infrastruktur müssten künftig mehr Verantwortung übernehmen, so Reul weiter. Ähnlich wie Unternehmen ihre Firmengelände absichern und sich gegen Cyberangriffe schützen, seien auch Betreiber solcher Einrichtungen verpflichtet, Schutzmaßnahmen zu implementieren.

„Dann werden die Betreiber alle selber auch Verantwortung übernehmen müssen. Genau wie einer, der teure Bagger im Hof stehen hat, eine Videoanlage aufbaut oder wie kluge Unternehmen sich auf Angriffe im Netz vorbereiten müssen, wird man das eben jetzt auch an solchen kritischen Stellen machen müssen.“

Zwar strebe man hundertprozentige Sicherheit an, doch dies sei angesichts der komplexen Infrastruktur kaum erreichbar. Reul nannte als Beispiel die Bahnstrecken, an denen nicht überall Polizisten eingesetzt werden könnten.

Für weiterführende Informationen zu Sicherheitsmaßnahmen und Infrastruktur-Themen in NRW empfehlen wir die Webseite des NRW-Innenministeriums sowie Hintergrundberichte bei regionalupdate.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Schutz kritischer Infrastruktur in NRW: Bedeutung für Bürger und Region

Der Schutz der kritischen Infrastruktur betrifft zahlreiche Bereiche, etwa Strom-, Wasser- und Verkehrsnetze, die für das tägliche Leben in NRW unerlässlich sind. Eine Verbesserung der Sicherheit hat direkten Einfluss auf die Stabilität im Alltag sowie auf die Wirtschaft des Landes.

Bürgerinnen und Bürger können sich über geplante Gesetzesänderungen und Sicherheitskonzepte künftig bei öffentlichen Informationsveranstaltungen und auf offiziellen Seiten informieren. Der Abschluss des Kritis-Dachgesetzes wird als nächster Schritt erwartet, um verbindliche Sicherheitsstandards landesweit zu verankern. Regionen wie Köln spielen dabei eine zentrale Rolle als vernetzte Infrastrukturdrehscheiben.

Mehr zum Thema kritische Infrastruktur und Sicherheit in NRW lesen Sie auf regionalupdate.de.

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