Hannover. Die elektronische fangmelder förderung in Niedersachsen hat einen erfolgreichen Start hingelegt. 59 von 87 eingegangenen Anträgen wurden bewilligt, wodurch Fördermittel von 150.000 Euro zur Verfügung stehen, um elektronische Fangmelder für Lebendfanggeräte anzuschaffen.
Jetzt tierschutzgerecht jagen mit elektronischer fangmelder förderung
Die Landesregierung fördert den Einbau von elektronischen Fangmeldern an Lebendfanggeräten, um die tierschutzgerechte Fangjagd zu verbessern. Diese Melder überwachen die Fallen rund um die Uhr und benachrichtigen Jägerinnen und Jäger sofort, wenn ein Tier gefangen wurde. So wird die Zeit, die ein Tier in der Falle verbringt, deutlich reduziert.
Das Förderprogramm sieht vor, dass die Jägerschaften bis zu 1.000 elektronische Fangmelder anschaffen können. Pro Melder werden 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen, maximal 150 Euro. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte betont die Wichtigkeit dieser Maßnahme als tierschutzgerechter Alternative zu Totschlagfallen.
Zweck der Fangjagd in Niedersachsen
Die Fangjagd dient dem Schutz verschiedener seltener Arten wie Rebhuhn und Kiebitz, die durch Prädatoren wie Fuchs, Marder, Waschbär und Marderhund bedroht sind. Insbesondere invasive Arten wie die Nutria verursachen ökologische und infrastrukturelle Schäden, beispielsweise an Deichen und Uferböschungen. Die Regulation dieser Arten durch fachgerecht angewandte Fangjagd unterstützt daher auch den Hochwasserschutz.
Qualifikation für Fangjagd
In Niedersachsen dürfen Jägerinnen und Jäger Lebendfanggeräte nur nach absolviertem qualifiziertem Fangjagdseminar einsetzen. Dies gewährleistet, dass die Fallen tierschutzgerecht und fachkundig verwendet werden. Das Förderprogramm für elektronische Fangmelder ist Teil des Koalitionsvertrags der Landesregierung und soll den tierschutzgerechten Standard weiter etablieren.
„Die Ausstattung von Lebendfanggeräten mit elektronischen Fangmeldern muss heutzutage der Standard sein, und die meisten Jägerinnen und Jäger nutzen sie bereits. Denn Lebendfanggeräte sind inzwischen die tierschutzgerechtere Alternative zu Totschlagfallen. Daher freue ich mich, dass unser Förderangebot auf so großes Interesse gestoßen ist! Die belastende Verweildauer der Tiere in der Falle wird so erheblich verkürzt“, sagte Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte.
Elektronische fangmelder förderung: Bedeutung und Ausblick
Die elektronische fangmelder förderung unterstützt Niedersachsen dabei, tierschutzgerechte Fangmethoden auszuweiten und invasive Arten in Schach zu halten. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies einen besseren Schutz seltener heimischer Vogelarten sowie weniger Schäden an Deichen und Gewässerufern. Die Landesregierung stellt weiterhin Fördermittel für den Ausbau bereit und fördert damit die fachgerechte Fangjagd.
Weitere Informationen zur Jägerschaft und Förderprogrammen finden Sie auf regionalupdate.de. Offizielle Details zur Fangjagd und tierschutzgerechten Fallen gibt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter ml.niedersachsen.de.

