Kämpfe in Aleppo zwingen Help zur Pause der medizinischen Hilfe

Anzeige

Bonn. Die aktuelle Lage in Aleppo zwingt die Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe, ihre medizinische Unterstützung vor Ort vorübergehend auszusetzen. Der Fokus liegt auf den zunehmenden Kämpfen Aleppo medizinische Einrichtungen betreffend, die eine sichere Versorgung der Bevölkerung erschweren.

Kämpfe stoppen Hilfe: Medizinische Versorgung in Aleppo stark beeinträchtigt

Die erneuten bewaffneten Auseinandersetzungen in den nördlichen Stadtteilen Sheikh Maqsoud und Ashrafieh haben zu mindestens neun Todesopfern und 16 Verletzten geführt. Die steigende Unsicherheit hat zur Folge, dass eine von Help unterstützte Klinik vorerst geschlossen bleibt. Die Organisation beobachtet die Situation genau und betont, dass die Sicherheit der Mitarbeitenden und Patientinnen sowie Patienten oberste Priorität hat.

Verantwortung der Hilfsorganisation Help

Seit 2008 ist Help in Syrien aktiv, um die weitgehend zusammengebrochene medizinische Versorgung zu unterstützen. Die Hilfsmaßnahmen umfassen primäre und sekundäre Gesundheitsversorgung, etwa bei Unterernährung. Dr. Thorsten Klose-Zuber, Generalsekretär von Help, hebt hervor:

„Über die Hälfte der medizinischen Infrastruktur in Syrien ist zerstört. Die Schließung der Klinik ist daher ein schwerer Schlag für die Menschen vor Ort.“

Die Klinik wird erst wieder eröffnet, wenn die Sicherheitslage es zulässt. Bis dahin richtet Help gemeinsam mit lokalen Partnern Nothilfemaßnahmen an vertriebene Menschen.

Auswirkungen auf die Bevölkerung

Durch die Schließung der Klinik müssen Betroffene längere Wege für medizinische Behandlung in Kauf nehmen. Die angespannte Lage führt zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben in Aleppo, was die humanitäre Situation verschärft. Help verurteilt Angriffe auf zivile Ziele und fordert die Konfliktparteien auf, die Kampfhandlungen zu beenden und die Versorgung der Zivilbevölkerung sicherzustellen.

Weitere Informationen zu den Hilfsmaßnahmen und zur Situation finden sich auf der Website von Help – Hilfe zur Selbsthilfe. Allgemeine Hintergründe zur Lage in Syrien bietet unter anderem die Webseite des Auswärtigen Amtes.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick auf humanitäre Hilfe

Bonn bleibt als Sitz von Help ein wichtiger Standort für die Koordination humanitärer Unterstützung in Krisengebieten wie Syrien. Die aktuelle Krise in Aleppo verdeutlicht die Herausforderungen für medizinische Versorgung in Konfliktregionen. Für in Deutschland lebende Menschen mit Kontakten nach Aleppo oder in die Region empfiehlt sich eine Informationsbeschaffung bei offiziellen Stellen und Hilfsorganisationen.

Help plant, sobald die Sicherheitslage es erlaubt, die medizinische Versorgung in Aleppo wieder aufzunehmen und setzt erste Nothilfe für Vertriebene um. Die Organisation steht weiterhin in engem Austausch mit lokalen Partnern und sichert die laufende Beobachtung der Situation zu.

Weitere Artikel zum Thema humanitäre Hilfe und Krisenregionen finden Sie auf regionalupdate.de.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel