Berlin. Die Notstromversorgung kritischer Infrastruktur weist laut dem TÜV-Verband erhebliche Mängel auf. Drei von vier geprüften Anlagen in Sonderbauten wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen wiesen Fehler auf, die die Sicherheit bei Stromausfällen gefährden können.
Mehr Resilienz jetzt: Notstromversorgung kritischer Infrastruktur
Aktuelle Lage der Notstromanlagen in Deutschland
Sicherheitsstromversorgungsanlagen sind in Deutschland für Sonderbauten gesetzlich vorgeschrieben, um bei Stromausfällen lebenswichtige Funktionen wie Lüftung, Brandmeldeanlagen oder Aufzüge sicherzustellen. Der TÜV-Baurechtsreport 2025 zeigt jedoch, dass nur 25 Prozent der Anlagen mängelfrei sind. Bei fast 30 Prozent bestehen gravierende Mängel, darunter nicht startende Notstromaggregate, veralteter Kraftstoff oder defekte Batterien. Weitere 45 Prozent haben kleinere Mängel.
„Wenn im Notfall die Sicherheitsstromversorgung ausfällt, stehen lebenswichtige Schutzsysteme still“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands.
Betroffene Gebäude und gesetzliche Vorgaben
Zu den Sonderbauten mit verpflichtender Notstromversorgung zählen Kliniken, Pflegeheime, Schulen, Kitas, Hochhäuser, Einkaufszentren und Versammlungsstätten. Die Bauordnungen der Länder regeln diese Anforderungen. Der TÜV-Verband fordert verbindliche Prüfintervalle, qualifiziertes Fachpersonal und die konsequente Umsetzung der Prüfergebnisse, um die Sicherheit dieser Gebäudeinfrastruktur zu gewährleisten.
Ganzheitliche Konzepte für robustere Infrastruktur
Der TÜV-Verband betont, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen nicht nur technische Anlagen, sondern auch organisatorische, logistische und personelle Aspekte umfassen muss. Besonders bei länger andauernden Stromausfällen stellen fehlende Kraftstoffvorräte und erschwerte Nachversorgung große Herausforderungen dar. Die meisten Notstromaggregate sind nur für 12 bis 24 Stunden Versorgung ausgelegt. Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Konzepte sind deshalb essenziell.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Ausblick
In der Region sind Notstromanlagen in Kliniken, Pflegeheimen und anderen Sonderbauten von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit der Menschen. Die Mängel an der Notstromversorgung unterstreichen die Notwendigkeit, die Resilienz dieser Einrichtungen zu erhöhen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das, dass Betreiber ihrer Verantwortung gerecht werden müssen, um Ausfallrisiken zu minimieren. Als nächster Schritt sind verstärkte Prüfungen und der Ausbau von Wartungskonzepten geplant. Weitere Informationen zur technischen Sicherheit bietet auch regionalupdate.de. Weiterführende Details zum Thema Notstromversorgung stellt der TÜV-Verband auf seiner Website bereit: TÜV-Verband Elektro- und Gebäudetechnik.

