Eiswinter setzt Wildtieren zu – Rücksichtnahme und Futter helfen

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Hamburg. Der harte Winter mit Schnee, Eis und Kälte stellt für Wildtiere eine erhebliche Belastung dar. Der Fokus auf Winter Wildtiere Schutz ist jetzt besonders wichtig, da Nahrungssuche und Ruhe durch die Witterungsbedingungen erschwert werden.

Wildtiere im Winter: Herausforderungen und Schutzmaßnahmen

Gefährdungen durch Winterwetter

Schnee und Eis bedecken Bäume, Böden und Gewässer, wodurch viele Wildtiere in ihrer Nahrungssuche stark beeinträchtigt sind. Gefrorene Oberflächen und harte Schneedecken erschweren das Auffinden von Futter. Eichhörnchen etwa erreichen ihre im Herbst angelegten Vorräte häufig nicht mehr, da diese durch Eis oder Schneeschichten verdeckt sind. Das Ergebnis sind längere Suchzeiten und höherer Energieaufwand.

Auch Wildtiere wie Rehe haben mit dem sogenannten Harschschnee zu kämpfen. Diese harte, scharfkantige Schneeschicht bildet sich, wenn Schnee kurz tauen und wieder gefrieren. Beim Graben nach Gras können sich Tiere so Verletzungen an Beinen und Sehnen zuziehen. Gämsen in den Bergen suchen aus Energiespargründen windgeschützte Bereiche auf, werden jedoch durch Störungen, etwa von Wintersportlern abseits der Pisten, zusätzlich belastet.

Spezielle Risiken für einzelne Tierarten

Feldhasen stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn der Schnee nass und schwer wird. Anders als bei lockerem Schnee schützt diese Variante nicht vor Auskühlung, vor allem für junge Hasen ohne dichte Unterwolle ist das gefährlich. Viele Vogelarten leiden ebenfalls, da gefrorene Böden Insekten und Samen unzugänglich machen. Freie Wasserflächen für Wasservögel wie Enten oder Schwäne werden knapp. Zugvögel, die verspätet in den Süden geflogen sind oder während des Wintereinbruchs unterwegs waren, sind besonders gefährdet.

„Menschen sollten daher möglichst viel Rücksicht nehmen und Wildtiere nicht zusätzlich in kräftezehrenden Stress versetzen“, sagte Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtier Stiftung.

Wildtiere brauchen Ruhe und Schutz, um den Winter zu überstehen. Störungen durch Menschen erhöhen den Energieverbrauch und das Verletzungsrisiko.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Winter Wildtiere Schutz: Tipps für den verantwortungsvollen Umgang

Auch in der Stadt und in der Natur können Bürgerinnen und Bürger mit einfachen Maßnahmen helfen:

  • Spaziergänger sollten auf markierten Wegen bleiben und Hunde an der Leine führen.
  • Rückzugsgebiete in Wäldern, Waldrändern und Bergregionen sind zu respektieren.
  • Wintersportler sollten unbedingt ausgewiesene Routen nutzen und Wildruhezonen meiden.
  • Gartenbesitzer können Vögeln und Eichhörnchen mit geeignetem Futter und eisfreiem Wasser helfen.

Die Deutsche Wildtier Stiftung appelliert an die Bevölkerung, störungsfrei den Tieren Raum zu lassen. So kann die regionale Tierwelt auch in extremen Winterperioden unterstützt werden.

Im Rahmen des Schutzengagements informiert die Stiftung zusätzlich über Artenschutz und Verhaltensregeln in der Natur. Weiterführende Informationen erhalten Interessierte auf regionalupdate.de und der offiziellen Webseite der Deutschen Wildtier Stiftung.

Winter Wildtiere Schutz: Bedeutung für Hamburg und Umgebung

Der Schutz von Wildtieren im Winter hat auch in Hamburg und angrenzenden Regionen hohe Relevanz, denn die Herausforderungen für Tiere hier entsprechen denen in anderen gemäßigten Klimazonen. Besonders städtische Grünflächen und angrenzende Wälder bieten Lebensräume, die durch menschliches Verhalten aktiv geschützt werden können.

Durch rücksichtsvolles Verhalten lassen sich Wildtiere wirksam entlasten. Zudem schaffen Informationen und praktische Hilfen im Alltag – etwa Futterstellen für Vögel – Chancen, Wildtieren bei der Energieversorgung zu helfen. Behörden, Naturschutzorganisationen und Bürger sind aufgerufen, gemeinsam geeignete Schutzmaßnahmen weiterzuentwickeln und umzusetzen.

Für die kommenden Wintermonate plant die Deutsche Wildtier Stiftung weitere Aufklärungsaktionen und setzt sich für die Schaffung und den Erhalt von Wildruhezonen ein. So bleibt der Schutz der Wildtiere ein wichtiges Thema auch für die regionale Bevölkerung.


Weitere regionale Nachrichten und Umweltinformationen finden Sie auf regionalupdate.de.

Lesen Sie auch die offiziellen Hinweise zum Verhalten in Wildtiergebieten auf der Seite des Bundesamts für Naturschutz.

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