Hannover. Am 25. Januar 2026 findet in der Marktkirche Hannover ein Gedenkkonzert statt, das jüdischen Komponistinnen und Komponisten gewidmet ist, die im Nationalsozialismus Verfolgung erlitten. Das Gedenkkonzert Marktkirche Hannover wird gemeinsam vom Niedersächsischen Landtag und der Villa Seligmann veranstaltet, der Eintritt ist frei.
Gedenken mit Musik: Gedenkkonzert Marktkirche Hannover
Das Konzert zielt darauf ab, an das Schicksal von Kulturschaffenden zu erinnern, deren Leben und Werk durch das NS-Regime zerstört oder schwer beeinträchtigt wurden. Insbesondere werden Kompositionen von Ruth Schonthal, Viktor Ullmann und Szymon Laks präsentiert, die auf unterschiedliche Weise mit Verfolgung und Holocaust konfrontiert waren. Die Marktkirche Hannover und der Kirchenkreis Hannover wirken als Kooperationspartner mit.
Komponierende im Exil und Konzentrationslager
Ruth Schonthal flüchtete als Jugendliche vor dem nationalsozialistischen Terror. Sie setzte später mit ihrer Musik dem Holocaust ein klangliches Denkmal. Viktor Ullmann schrieb einen Großteil seiner Werke im Konzentrationslager Theresienstadt und bewahrte seine künstlerische Stimme bis zum Tod. Szymon Laks überlebte Auschwitz-Birkenau dank seiner Musik und widmete sich anschließend weiter dem Komponieren.
Veranstaltung und Beteiligte
Das Modern Times Quartet Berlin gestaltet den musikalischen Teil des Abends. Die Schauspielerin Charlotta Bjelfvenstam trägt mit Lesungen bei, die den Kontext der Komponisten und ihrer Werke verdeutlichen. Der Abend wird um 18:00 Uhr beginnen. Landtagspräsidentin Hanna Naber übernimmt die Begrüßung, gefolgt von Grußworten des Direktors der Villa Seligmann Eliah Sakakushev-von Bismarck und Karl Ludwig Schmidt, stellvertretender Stadtsuperintendent des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbands Hannover.
„Mit ihrer Musik würdigen wir Kulturschaffende, die selbst von Verfolgung betroffen waren und erinnern damit an alle Opfer des Nationalsozialismus. Musik kann einen einzigartigen Zugang zum Unvorstellbaren bieten. Musik hat die magische Kraft, uns im Innersten zu berühren. Damit ist sie von immensem Wert für die Gedenkarbeit“, sagte Landtagspräsidentin Hanna Naber.
Bedeutung und Ausblick zum Gedenkkonzert Marktkirche Hannover
Das Gedenkkonzert am 25. Januar in Hannover ist Teil der offiziellen Erinnerungskultur zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Für die Bürgerinnen und Bürger der Region bietet die Veranstaltung eine Möglichkeit, sich musikalisch und kulturell mit der bewegenden Geschichte Holocaust-bezogener Verfolgung auseinanderzusetzen. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung für Medienvertreter wird erbeten.
Weitere Informationen zur Gedenkarbeit und zum Konzert sind auf der Webseite des Niedersächsischen Landtages zu finden. Hintergrundinformationen zum Tag des Gedenkens bietet die offizielle Seite vom Bundeszentrale für politische Bildung.
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