Fluchtwagen

Verfolgungsfahrt in Osnabrück und Bad Essen endet mit Festnahmen

Anzeige

Osnabrück. In der Nacht zu Freitag kam es zu einer Verfolgungsfahrt Osnabrück Bad Essen, bei der zwei Tatverdächtige festgenommen wurden. Der Fahrer eines weißen Transporters entzog sich zunächst einer Verkehrskontrolle und flüchtete über mehrere Ortsbereiche bis nach Bad Essen.

Verfolgungsfahrt mit Folgen

Die Polizeistreife wollte den Transporter am Haster Weg im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle anhalten. Beim Kontrollversuch in der Bremer Straße ignorierte der Fahrer konsequent die Anhaltezeichen und beschleunigte stattdessen. Die sich anschließende Verfolgungsfahrt führte über Wissingen, Westerhausen und Oldendorf bis zum Ortsteil Essenerberg in Bad Essen. Dabei überschritt der Fahrer mehrfach die zulässige Geschwindigkeit deutlich. Innerhalb geschlossener Ortschaften maß die Polizei Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h, trotz winterlicher Straßenbedingungen. Die Verfolgung wurde von mehreren Funkstreifenwagen koordiniert.

Im Bereich einer Biogasanlage in Essenerberg fuhr der Fahrer auf das Firmengelände, verlor die Kontrolle und prallte gegen einen Metallzaun. Nach dem Zusammenstoß setzte er seine Flucht zu Fuß fort, wurde jedoch kurz darauf festgenommen. Im Transporter befand sich ein 31-jähriger Beifahrer, der bei der Durchsuchung eine geringe Menge Kokain bei sich trug.

Umfangreiche Drogenfunde bei Festnahme

Die Polizei stellte im Fahrzeug erhebliche Mengen verschiedener Betäubungsmittel sicher. Dazu zählen etwa 50 Gramm Kokain, 20 Gramm Amphetamin, über 100 Ecstasy-Tabletten, circa 50 Gramm Haschisch und rund 300 Gramm Marihuana. Außerdem fanden die Einsatzkräfte einen Baseballschläger, der dem 35-jährigen Fahrer zugeordnet wird. Bei einer weiteren Wohnungsdurchsuchung des Fahrers entdeckten die Ermittler zudem zwei sogenannte Grow-Zelte mit etwa einem Dutzend Marihuana-Pflanzen sowie digitale Datenträger. Ein gesondertes Verfahren wegen des Anbaus von Cannabis wurde eingeleitet und wird von den Behörden in Nordrhein-Westfalen bearbeitet.

Strafrechtliche Konsequenzen für den Fahrer

Gegen den 35-Jährigen laufen Ermittlungen wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie wegen Mitführens einer Waffe. Ihm werden zudem Steuerhinterziehung durch unverzollte Zigaretten, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Fahren unter Alkoholeinfluss vorgeworfen. Der Fahrer stand bereits unter Bewährung und wurde in weiterer Folge auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen. Der Beifahrer wurde nach erfolgter Feststellung mangels Haftgründen wieder entlassen. Nach jetzigem Stand wurden keine unbeteiligten Personen während der Verfolgungsfahrt gefährdet.

Bezüglich der weiteren Entwicklungen und Hintergründe wird weiterhin ermittelt.

Weitere Entwicklungen nach der Verfolgungsfahrt Osnabrueck Bad Essen

Die Festnahme und die umfangreichen Ermittlungen zeigen die Ernsthaftigkeit der Vorfälle in der Region Osnabrück und Bad Essen. Für die Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet dies eine verstärkte Polizeipräsenz und Kontrollen im Straßenverkehr. Die Behörden haben angekündigt, die Untersuchungen fortzusetzen und alle relevanten Aspekte lückenlos aufzuklären. Nächste Schritte bestehen in der Auswertung der sichergestellten digitalen Datenträger und der Zusammenarbeit mit Partnerbehörden aus Nordrhein-Westfalen.

Detaillierte Informationen zu solchen Einsätzen bietet die Polizei Osnabrück unter pi-os.polizei-nds.de. Allgemeine Hinweise zu Verkehrs- und Betäubungsmittelstraftaten finden Interessierte auf den Seiten des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.

Lesen Sie weitere regionale Nachrichten auf regionalupdate.de.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel