Frankfurt am Main. Im Jahr 2025 erreichte die Organspende in Deutschland mit 985 Spenderinnen und Spendern den höchsten Stand seit 2012. Die Zahlen zeigen eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr, bei der die Organspende Deutschland 2025 deutlich im Fokus steht.
Organspende erreicht Spitzenwert
Die Zahl der Organspenderinnen und Organspender stieg 2025 um 3,4 Prozent auf 985 an, was 11,8 Spendern pro Million Einwohner entspricht. Gleichzeitig wurden 3.020 Organe postmortaler Spenden über Eurotransplant verteilt, darunter 1.495 Nieren sowie 823 Lebern. Dies markiert einen Anstieg von 5,8 Prozent im Vergleich zu 2024. Die insgesamt 43 Transplantationszentren in Deutschland transplantierten 3.256 Organe – 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem warteten Ende 2025 noch 8.199 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan.
Regionale Unterschiede in der Organspende
In Ostdeutschland, nämlich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, lag die Spenderzahl mit 16,3 pro Million Einwohner 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Diese regionalen Unterschiede zeigen, dass eine erhöhte Organspendebereitschaft möglich ist und einen positiven Einfluss auf die Versorgung schwer kranker Patienten hätte.
Herausforderungen im Prozess der Organspende
Die Zahl der organspendebezogenen Kontakte in Krankenhäusern blieb nahezu konstant bei 3.524. Etwa zwei Drittel dieser Fälle führten nicht zu einer Organspende, häufig wegen fehlender Zustimmung der Verstorbenen oder ihrer Angehörigen. Der Mangel an dokumentierten Entscheidungen bleibt der Hauptgrund für nicht realisierte Spenden.
„Die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, hat ihre persönliche Entscheidung jedoch nicht festgehalten“, sagte Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation.
Die laufende politische Diskussion über die Einführung einer Widerspruchsregelung soll die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema fördern und Angehörige entlasten. Internationale Erfahrungen zeigen, dass diese Regelung langfristig eine Kultur der Organspende stärken kann.
Beispiel:
- 2025 lag das Medianalter der Organspenderinnen und Organspender bei 59 Jahren
- Das höchste dokumentierte Spenderalter betrug 98 Jahre
- Die Zahl der geeigneten Organe je Spender sank von 3,5 (2014) auf 3,1 (2025)
Einsatz der Maschinenperfusion zur Verbesserung der Organspende
Die Maschinenperfusion wird ab dem 19. Januar 2026 bei der Nierentransplantation von Spendern mit erweiterten Kriterien eingesetzt. Dabei wird die entnommene Niere außerhalb des Körpers besser konserviert und ihre Funktion vor der Transplantation beurteilt. Diese Methode soll die Anzahl verfügbarer und erfolgreicher Transplantationen steigern.
Vorteile der Maschinenperfusion
Studien aus Ländern mit etabliertem Einsatz zeigen deutlich bessere Ergebnisse bei Nierentransplantationen, wenn vorher die Maschinenperfusion angewandt wurde. Gerade bei Nieren von älteren Spendern oder solchen mit Risikofaktoren kann dies die Organnutzung optimieren.
Hoher Bedarf an Spenderorganen
Zum Beispiel warteten Ende 2025 über 6.200 Patienten auf eine Niere. Trotz des Anstiegs der Organspendezahlen und neuer technischer Möglichkeiten sind weitere gesellschaftliche und medizinische Anstrengungen nötig, um den Bedarf zu decken.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für Frankfurt und die Region
Frankfurt als Sitz der Deutschen Stiftung Organtransplantation spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination der Organspende in Deutschland. Für die Bürgerinnen und Bürger der Region ist die Steigerung der Organspendenzahlen ein positives Signal, weil es mehr Patientinnen und Patienten ermöglicht wird, mit einem Spenderorgan ein besseres Leben zu führen.
Darüber hinaus wird die Einführung der Maschinenperfusion ab Anfang 2026 den Kreis der Spendernieren erweitern, was auch in Hessen dazu beitragen kann, die Wartezeiten zu verkürzen. Die regionale medizinische Infrastruktur ist dabei maßgeblich an der Umsetzung der neuen Richtlinie beteiligt.
Bürgerinnen und Bürger werden weiterhin dazu ermutigt, ihre Entscheidung zur Organspende zu dokumentieren, um die Situation für Angehörige zu erleichtern und die Zahl der Organspenden weiter zu erhöhen. Aktuelle Informationen rund um das Thema Organtransplantation bietet die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Mehr regionales Wissen zum Gesundheitswesen finden Interessierte auf regionalupdate.de.
Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Organspende Deutschland 2025 eine positive Entwicklung zeigt, die mit innovativen Verfahren wie der Maschinenperfusion ergänzt wird. Dennoch bleibt die Versorgungslage angespannt und erfordert gemeinsames Handeln von Gesellschaft, Politik und Medizin.

