Aden. Die Zahl der Kinder Opfer Jemen 2025 hat erheblich zugenommen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der getöteten Kinder um 50 Prozent, insgesamt wurden 2025 mindestens 103 Kinder durch Waffengewalt getötet und 246 verletzt. Hauptursache sind Luftangriffe im andauernden Konflikt.
Kinder leiden stark – Anstieg der Opferzahlen durch Luftangriffe und Explosivwaffen
Die humanitäre Lage für Kinder im Jemen hat sich 2025 weiter verschärft. Laut Daten des Civilian Impact Monitoring Project wurden deutlich mehr Kinder durch Waffengewalt verletzt oder getötet als 2024. Besonders drastisch ist der Anstieg der Todesfälle, der um 50 Prozent zugenommen hat. Luftangriffe sind die Hauptursache für diese Entwicklung. Im September kam es zu einem besonders schweren Angriff nahe einer Schule, bei dem 67 Kinder getötet oder verletzt wurden.
Explosivwaffen als größte Gefahr für Kinder
Verletzungen durch Bomben, Landminen und Blindgänger sind die häufigste Todesursache für Kinder in Konflikten. Kinder sind besonders stark betroffen, da ihre Körper kleiner und fragiler sind. Die Wahrscheinlichkeit, an Verletzungsfolgen zu sterben, ist bei Kindern siebenmal höher als bei Erwachsenen. Die Organisation Save the Children berichtet von gravierenden Folgen wie Amputationen und dauerhaften Behinderungen, die oftmals nicht ausreichend medizinisch versorgt werden.
Unterstützung durch Save the Children und aktuelle Finanzierungslage
Save the Children unterstützt im Jemen betroffene Kinder mit spezialisierter medizinischer und psychologischer Versorgung. Ein Beispiel ist die 13-jährige Nadin, die bei einem Angriff ein Bein verlor und nun auf eine Prothese wartet, um wieder zur Schule gehen zu können. Die finanziellen Mittel für humanitäre Hilfe im Jemen sind jedoch knapp: Der UN-Krisenplan für 2025 ist bislang nur zu 28 Prozent finanziert. Besonders fehlen Mittel für Gesundheits- und Schutzdienste.
„An jedem einzelnen Tag starb 2025 ein Kind im Jemen durch Waffengewalt oder wurde schwer verletzt“, sagte Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und Ausblick auf weitere Hilfsmaßnahmen
Die weiterhin eskalierende Gewalt im Jemen insbesondere im Süden führt zu einer weiteren Verschlechterung der Situation für Kinder vor Ort. Für Menschen in Deutschland und der Region bedeutet dies, dass internationale und nationale Hilfsorganisationen wie Save the Children verstärkt auf Unterstützung und Spenden angewiesen sind. Zudem fordert die Organisation ein Ende des Einsatzes explosiver Waffen und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts.
Praktisch heißt das für Bürgerinnen und Bürger hierzulande, sich über die Situation zu informieren und humanitäre Hilfe zu unterstützen. Geplante nächste Schritte umfassen eine verstärkte Aufklärung über die Gefahren von Landminen und Blindgängern sowie den Ausbau von Rehabilitationsmaßnahmen für verletzte Kinder.
Weitere Informationen zur Lage im Jemen und Hilfsmöglichkeiten finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf den Seiten der UN-Humanitären Organisation UNOCHA.
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