Berlin. In Deutschland sprechen sich 70 Prozent der Bevölkerung für eine einheitliche staatliche Tierhaltungskennzeichnung aus. Die Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt deutlich, dass das Vertrauen in derzeitige Label gering ist. Besonders in Restaurants wünschen sich Verbraucher mehr Transparenz zu den Haltungsbedingungen der Tiere.
Staatliche Kennzeichnung jetzt
Die Forderung nach einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung Deutschland zielt auf mehr Übersichtlichkeit und Vertrauen beim Einkauf sowie in der Gastronomie ab. Aktuell gibt es hunderte verschiedene Siegel, die oft verwirrend sind und Zweifel an ihrer Aussagekraft hervorrufen. Eine klare, verbindliche Kennzeichnung soll Käuferinnen und Käufer befähigen, informierte Entscheidungen zu treffen.
Herausforderungen der aktuellen Lage
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fühlen sich durch das Labeldickicht im Supermarkt überfordert. Die bestehenden privatwirtschaftlichen Siegel wie „Haltungsform“ bieten keine einheitlichen Standards. Die BUND-Umfrage belegt, dass fast die Hälfte der Befragten den aktuellen Kennzeichnungen misstraut. Besonders bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren liegt das Vertrauen nur bei 16 Prozent.
Fortschritte und Rückschritte
Das im vergangenen Bundestag beschlossene Gesetz zur staatlichen Tierhaltungskennzeichnung wurde bislang nicht umgesetzt. Die Bundesregierung hat den Termin für die Einführung auf den 1. Januar 2027 verschoben. BUND-Vorsitzender Olaf Bandt appelliert an die Politik, den Prozess zu beschleunigen und die Kennzeichnung auch auf Gastronomie und Kantinen auszudehnen.
„Die aktuelle Bundesregierung verschleppt das in der letzten Legislatur beschlossene Gesetz immer weiter. Dabei will die Mehrheit der Verbraucher*innen eine staatliche, transparente Kennzeichnung“, sagte Olaf Bandt.
- 70 Prozent der Befragten unterstützen ein einheitliches, staatliches Label.
- 46 Prozent misstrauen den aktuellen Labels.
- Die Einführung der staatlichen Kennzeichnung ist zunächst für Januar 2027 geplant.
Bezüglich der Umsetzung und der Transparenz bei der Tierhaltung besteht in Deutschland noch großer Handlungsbedarf.
Staatliche Tierhaltungskennzeichnung Deutschland: Bedeutung für Verbraucherinnen und Verbraucher
Die geplante Kennzeichnung soll Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf und auch in der Außer-Haus-Verpflegung besser informieren. Vor allem in Restaurants und Kantinen wünschen sich viele Menschen eine Angabe zur Tierhaltung. Ein einheitliches staatliches System kann somit zu mehr Klarheit führen und Vertrauen schaffen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland setzt sich zusammen mit vielen Organisationen für eine zügige Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben ein. Geplante öffentliche Aktionen wie die „Wir-haben-es-satt“-Demo unterstreichen die gesellschaftliche Forderung nach mehr Transparenz.
Wer sich näher informieren möchte, findet weitere Details auf der Website des BUND zur Haltungskennzeichnung sowie auf den Informationsseiten zur BUND-Umfrage.
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Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Einordnung und Ausblick
Auch für Verbraucherinnen und Verbraucher in der Region ist eine staatliche Tierhaltungskennzeichnung relevant. Sie erleichtert die Orientierung beim Einkauf lokal verfügbarer Produkte und schafft Vertrauen in deren Herkunft und Produktionsbedingungen. Zukünftig soll die Kennzeichnung bundesweit gelten und alle wichtigen Verkaufs- und Verzehrwege abdecken.
Die Bundesregierung plant, die Kennzeichnung bis Jahresbeginn 2027 einzuführen, unterstreicht jedoch die Notwendigkeit, den Prozess zu beschleunigen und auch Restaurants stärker einzubeziehen. Mit dem Aufbau eines transparenten und einheitlichen Systems wird ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Agrarpolitik und zum Tierwohl geleistet.
An Verbraucherinnen und Verbraucher richtet sich die Empfehlung, Produkte mit klarer Herkunftsangabe zu bevorzugen und sich über die Kennzeichnung zu informieren.
Für weiterführende Informationen zum Thema staatliche Tierhaltungskennzeichnung steht der BUND als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem bietet das Online-Magazin regionalupdate.de regelmäßig aktuelle Berichte und Hintergrundinformationen zu regionalen Agrarthemen. Informationen zur Landwirtschaft und Verbraucherschutz finden sich auch auf den offiziellen Seiten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

