Freiburg. Die humanitaere krise venezuela verschärft sich weiter, insbesondere nach dem militärischen Eingreifen der USA zu Jahresbeginn. Die Bevölkerung leidet unter Versorgungsengpässen bei Lebensmitteln, Treibstoff und Strom, während psychosoziale Unterstützung dringend benötigt wird.
Hilfe für Venezuela
Seit Jahren ist Venezuela von einer tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Not betroffen, die durch jüngste Entwicklungen weiter zugespitzt wurde. Jonas Brenner, Fachkraft von Caritas international in Bogotá, beschreibt die Lage als äußerst angespannt: „Die Menschen in Venezuela sind äußerst verunsichert, sie sind erschöpft und stehen physisch wie mental vor dem Zusammenbruch.“ Die Unsicherheit betrifft unmittelbar den Alltag, der zuvor schon vom Kampf um das Nötigste geprägt war.
Die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern bleibt prekär. Nach dem militärischen Eingreifen der USA kam es zunächst zu Hamsterkäufen, die sich inzwischen zwar gelegt haben, dennoch reicht die Versorgung nicht annähernd aus. Die Caritas Venezuela – ein wichtiger Partner von Caritas international – verteilt Nahrungsmittel vor allem über Suppenküchen und unterstützt insbesondere mangelernährte Kinder und deren Mütter.
Aktive Hilfe durch Caritas Venezuela
Die Caritas Venezuela ist seit mehr als zehn Jahren aktiv und gut vernetzt im ganzen Land. Sie ist eine der wenigen Organisationen mit weitgehend uneingeschränktem Zugang zu den Gemeinden. Mitarbeitende und freiwillige Helfer besuchen Familien, liefern Hilfsgüter und leisten psychosoziale Unterstützung, die angesichts des enormen Drucks durch die Krise unverzichtbar ist.
Flucht und Rückkehr: Eine unklare Zukunft
Etwa acht Millionen Venezolaner sind in den vergangenen Jahren vor der Wirtschaftskrise und politischen Instabilität ins Ausland geflohen, vor allem nach Kolumbien. Ob und wann viele zurückkehren, ist unsicher. Brenner warnt davor, dass eine Rückkehr unter prekären Umständen den Druck auf das Land noch erhöhen könnte, da eine wirksame Aufnahme der Rückkehrer kaum organisiert ist.
- Mangel an Lebensmitteln, Treibstoff und Strom
- Dringender Bedarf an psychosozialer Unterstützung
- Weitreichende Fluchtbewegungen ins Ausland
- Umfangreiche Versorgung und Hilfsmaßnahmen durch Caritas Venezuela
„Ich bin sehr froh, dass wir über die Caritas Venezuela den Menschen konkret helfen können“, sagte Jonas Brenner.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Einordnung und Bedeutung für die Bevölkerung
Auch in Deutschland, insbesondere in Freiburg als Sitz von Caritas international, ist die Lage in Venezuela von Bedeutung. Die Organisation koordiniert Hilfsmaßnahmen und bittet um Spenden, um die humanitäre Unterstützung vor Ort zu verstärken. Für die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich dadurch Möglichkeiten, sich solidarisch zu zeigen und direkt Hilfe zu leisten.
In den kommenden Monaten plant Caritas international, die Zusammenarbeit mit ihren Partnern in Venezuela weiter auszubauen und zusätzliche Hilfen bereitzustellen. Ausführliche Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung finden Interessierte auf der Webseite von Caritas international sowie aktuelle Lageberichte zum Thema bei regionalupdate.de.
Weiterführende Informationen zur humanitären Lage bietet das Auswärtige Amt unter Auswärtiges Amt Venezuela.

