Berlin. Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages diskutiert am 14. Januar einen Gesetzesentwurf zur Verschärfung der Regelungen für medizinisches Cannabis. Ziel ist es, die Cannabis Verkehrssicherheit Deutschland zu verbessern, indem medizinisches Cannabis nur nach ärztlicher Diagnose und persönlicher Untersuchung verordnet werden darf.
Cannabis-Fahrten stoppen: Gesetzesentwurf zielt auf mehr Verkehrssicherheit
Aktuelle Lage bei medizinischem Cannabis
Seit der Teillegalisierung 2024 ist die Zahl der ärztlichen Verordnungen für Medizinal-Cannabis deutlich gestiegen. Dabei hat sich die Praxis etabliert, dass viele Rezepte online ausgestellt werden, ohne persönliche ärztliche Untersuchung oder eine fachärztliche Begleitung. Medizinisches Cannabis enthält einen hohen Wirkstoffgehalt, der noch striktere Sicherheitsvorkehrungen erforderlich macht.
Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) warnt vor den Gefahren für alle Verkehrsteilnehmenden durch nicht kontrollierte Cannabis-Fahrten. Präsident Manfred Wirsch betont:
„Jede Cannabis-Fahrt ohne ärztliche Kontrolle ist ein rollendes Pulverfass auf unseren Straßen. Kinder auf dem Schulweg, Familien im Berufsverkehr – alle sind gefährdet.“
Der DVR unterstützt den Gesetzesentwurf, der diese Risiken eindämmen soll.
Forderungen des DVR für mehr Sicherheit
Der DVR fordert klare gesetzliche Vorgaben, die sowohl den Patientenschutz als auch die Verkehrssicherheit gewährleisten.
Persönliche Untersuchung und Diagnose
- Konsumenten von Medizinal-Cannabis sollen Ärzte und Apotheker persönlich aufsuchen.
- Digitale Verschreibungen ohne Untersuchung sind auszuschließen.
- Vor der Verordnung müssen Alternativtherapien geprüft und Patienten umfassend über Verkehrsrisiken aufgeklärt werden.
- Eine kontinuierliche fachärztliche Betreuung ist nach Verordnung notwendig.
Kontroll- und Nachweisverfahren
Die Polizei benötigt standardisierte und rechtssichere Verfahren zur Überprüfung der Echtheit von Cannabisverordnungen, um Fahrten unter nicht zulässigem THC-Einfluss zu verhindern. Der Gesetzgeber soll dafür einen fälschungssicheren Nachweis einführen.
Einheitliche Grenzwerte für THC im Straßenverkehr
Derzeit bestehen Rechtsunsicherheiten, da Patienten mit medizinischem Cannabis die gesetzlichen THC-Grenzwerte überschreiten können. Das erfordert eine bundeseinheitliche Neuregelung der Grenzwerte, um Rechtsklarheit herzustellen.
Aufklärungskampagne für junge Verkehrsteilnehmende
Seit 2024 führt der DVR mit der Kampagne „High lässt fahren“ bundesweit Aufklärung über die Risiken von Cannabis im Straßenverkehr durch. Dennoch wissen viele junge Menschen nicht, dass während der Führerschein-Probezeit und bis 21 Jahren ein absolutes Konsumverbot gilt. Außerdem ist die empfohlene Wartezeit von 24 Stunden zwischen Cannabis-Konsum und Fahrt vielen unbekannt.
„Die Zahlen sind alarmierend“, sagt Manfred Wirsch. „Es ist unverantwortlich, dass so viele junge Menschen die Risiken von Cannabis am Steuer nicht kennen. Die Bundesregierung muss ihr Engagement in der Aufklärungsarbeit dringend verstärken – sonst stehen Menschenleben auf dem Spiel.“
Abschluss: Bedeutung für die Verkehrssicherheit in Deutschland
Die geplanten Änderungen im Medizinal-Cannabisgesetz sollen die Cannabis Verkehrssicherheit Deutschland deutlich verbessern. Durch strengere gesetzliche Vorgaben bei der Verschreibung, einen verbesserten Polizeikontrollmechanismus sowie eine bundeseinheitliche Regelung der THC-Grenzwerte wird mehr Schutz für alle Verkehrsteilnehmenden angestrebt. Zudem ist eine verstärkte Aufklärung, insbesondere junger Fahrerinnen und Fahrer, geplant. Für weiterführende Informationen zum Thema Cannabis und Verkehrssicherheit bietet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat umfangreiche Materialien an.
Lesen Sie mehr auf regionalupdate.de und informieren Sie sich detailliert beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) zu aktuellen Initiativen und gesetzlichen Entwicklungen.

