Brunsbüttel. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager haben gegen die Teilgenehmigung des LNG-Terminals in Brunsbüttel Widerspruch eingelegt. Im Fokus steht insbesondere die lng terminal sicherheit, da zentrale Sicherheitsfragen noch ungeklärt bleiben.
Sicherheit des Terminals
Die Teilgenehmigung des landseitigen LNG-Terminals der German LNG Terminal GmbH (GLNGG) in Brunsbüttel wurde am 21. November 2025 erteilt. Laut DUH und der Bürgerinitiative ist die Aufteilung des Gesamtprojekts in Teilgenehmigungen kritisch zu bewerten, da dadurch essentielle Sicherheitsprüfungen verschoben oder ausgeklammert werden. Die Organisationen bemängeln, dass das Projekt seit 2019 nicht vollständig genehmigungsfähig nachgewiesen werden konnte.
Die Umwelt- und Klimarechtsverstöße werden ebenfalls von den Klägern hervorgehoben. So wird eine umfassende Sicherheits- und Klimaprüfung eingefordert, die das Landesamt für Umwelt Schleswig-Holstein noch nachholen muss. Betriebsbedingte Methanemissionen und die Umrüstbarkeit auf klimafreundliche Alternativen wie Ammoniak sind nach aktuellen Unterlagen nicht ausreichend berücksichtigt.
Sicherheitsrisiken im Fokus
Ein besonders kritisches Thema ist die Nähe des LNG-Terminals zu atomaren Anlagen. Ausreichende Schutzmaßnahmen für den Kontrollraum bei Störfällen oder Angriffen Dritter sind derzeit nicht verbindlich geregelt. Künftige Prüfungen sollen klären, ob ein ausreichender Schutz gewährleistet werden kann, eine verbindliche Festlegung dazu fehlt jedoch.
Kritik an Genehmigungsverfahren
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, erklärt:
„Die Teilgenehmigung für das LNG-Terminal in Brunsbüttel ist ein sicherheits- und klimapolitisches Risiko. Zentrale Fragen werden bewusst vertagt, um das Projekt anscheinend scheibchenweise durchzudrücken. Eine solche Salamitaktik untergräbt rechtsstaatliche Genehmigungsverfahren und verhindert eine ehrliche Gesamtbewertung.“
Reinhard Knof, Sprecher der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager, ergänzt:
„Für die Menschen in Brunsbüttel und der gesamten Elbregion geht es um konkrete Sicherheitsfragen und den langfristigen Schutz von Umwelt und Gesundheit. Solange zentrale Risiken des LNG-Terminals – von Störfallszenarien bis zu den Auswirkungen auf Luft, Wasser und Küstenökosysteme – nicht vollständig und transparent geklärt sind, darf es keine Genehmigung geben.“
- Keine abschließende Sicherheitsprüfung des Gesamtprojekts
- Unzureichende Regelungen bei Schutzmaßnahmen
- Vernachlässigung von Methanemissionen und Klimafolgen
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
LNG-Terminal in Brunsbüttel: Regionale Bedeutung und Ausblick
Das LNG-Terminal in Brunsbüttel ist Teil der deutschen Energieinfrastruktur mit direkter Bedeutung für die Elbregion und Schleswig-Holstein. Die Sicherheitsbedenken betreffen dabei nicht nur die unmittelbare Umgebung, sondern auch die Bevölkerung und Umweltschutzinteressen in der weiteren Region.
Für die Bürgerinnen und Bürger sind besonders transparenter Umgang mit Sicherheitsfragen und umfassende Umweltschutzmaßnahmen von großer Bedeutung. Die Widersprüche von DUH und Bürgerinitiative markieren wichtige Schritte im Verfahren, um eine vollständige Prüfung aller Risiken durchzusetzen. Ob und wie das Landesamt für Umwelt die geforderten Nachprüfungen vornimmt, wird mit Spannung erwartet. Weitere gerichtliche Schritte wurden nicht ausgeschlossen.
Ausführliche Informationen zum Stand der Energiewende in Schleswig-Holstein bietet regionalupdate.de. Hintergrunddaten zur Genehmigungspraxis und Umweltrecht finden Interessierte beim Bundesumweltministerium.
Interne Quellen wie regionalupdate.de bieten aktuelle Berichte zur Energiepolitik und Umweltthemen der Region. Weiterführende Informationen zur Genehmigungspraxis von LNG-Terminals enthält das Landesamt für Umwelt Schleswig-Holstein.

