12 % der allgemeinbildenden Schulen sind Privatschulen

Anzeige

Wiesbaden. Im Schuljahr 2024/25 sind die Privatschulen Deutschland 2024 weiter gewachsen und machen nun rund zwölf Prozent aller allgemeinbildenden Schulen aus. Insgesamt besuchen knapp 808 000 Schülerinnen und Schüler eine private Schule, während Eltern im Schnitt 2 042 Euro jährlich für Schulgeld zahlen.

Privatschulen auf dem Vormarsch

Die Zahl der Privatschulen hat in Deutschland innerhalb der letzten zehn Jahre um sieben Prozent zugenommen. Im Schuljahr 2014/15 gab es noch etwa 3 600 solcher Schulen, 2024/25 sind es knapp 3 800. Demgegenüber ist die Anzahl der öffentlichen Schulen im gleichen Zeitraum um rund vier Prozent auf gut 29 000 zurückgegangen. Trotz dieser Entwicklung bleibt der Anteil der Privatschülerinnen und Privatschüler mit etwa neun Prozent aller Schülerinnen und Schüler in allgemeinbildenden Schulen nahezu konstant, da Privatschulen durchschnittlich kleiner sind und öffentliche Schulen oft zusammengelegt werden.

Unterschiedliche regionale Verteilung

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler an Privatschulen variiert stark zwischen den Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet mit 13 Prozent den höchsten Anteil, gefolgt von Sachsen mit 12 Prozent und Bayern mit 11 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil in Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit jeweils sechs Prozent sowie in Hessen mit sieben Prozent.

Schultypen und Herkunft der Schülerinnen und Schüler

Rund ein Drittel der Privatschülerinnen und -schüler besucht ein Gymnasium. Weitere 14 Prozent gehen auf Grundschulen, zwölf Prozent auf Realschulen. Freie Waldorfschulen machen elf Prozent aus, während zehn Prozent Schulen mit mehreren Bildungsgängen und weitere zehn Prozent Förderschulen besuchen. Die übrigen neun Prozent verteilen sich auf andere Schulformen. Ausländische Schülerinnen und Schüler sind mit vier Prozent an Privatschulen deutlich weniger vertreten als deutsche Schülerinnen und Schüler, von denen zehn Prozent eine private Schule besuchen.

Schulgeld und regionale Unterschiede

Eltern, deren Kinder eine kostenpflichtige Privatschule besuchen, zahlten im Durchschnitt 2 042 Euro Schulgeld pro Jahr. Für etwa sieben Prozent lag das Schulgeld bei mindestens 5 000 Euro jährlich. Fast ein Viertel (24 Prozent) zahlte zwischen 2 000 und 5 000 Euro, etwa die Hälfte (48 Prozent) zwischen 500 und 2 000 Euro, und 22 Prozent unter 500 Euro. Regional zeigt sich eine deutliche Spreizung: Hessische Eltern zahlten im Durchschnitt 3 261 Euro, während das Schulgeld in Sachsen mit 1 270 Euro am niedrigsten war.

„Die Zahl der Privatschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um 7 Prozent gestiegen“, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Weiterführende Statistiken und interaktive Karten zur Situation der Privatschulen finden sich auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes, detaillierte Informationen zum Schulgeld im Bericht „Lohn- und Einkommensteuer – Schulgeld – 2021“. Für regionale Bildungsinformationen lohnt sich ein Blick auf regionalupdate.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Auswirkungen auf die regionale Bildungslandschaft

Die Zunahme von Privatschulen wirkt sich unterschiedlich auf die Schulstruktur in den Bundesländern aus. In Regionen mit wachsender Schülerzahl kann die Erweiterung privater Angebote dazu beitragen, Engpässe in öffentlichen Schulen abzumildern. Gleichzeitig stellen die finanziellen Anforderungen für Eltern eine Herausforderung dar. Die Daten zum Schulgeld zeigen, dass die Kostenunterschiede regional sehr groß sind und somit auch die Zugänglichkeit zu Privatschulen je nach Wohnort variiert.

Für Eltern und Schüler vor Ort sind diese Entwicklungen wichtig, um Schulwahlmöglichkeiten und finanzielle Belastungen realistisch einzuschätzen. Kommunen und Schulträger berücksichtigen diese Zahlen bei der Planung zukünftiger Bildungsangebote und bei der Anpassung öffentlicher Schulkapazitäten. Weitere Bildungsstatistiken und Informationen zur Schullandschaft in Deutschland werden regelmäßig aktualisiert und helfen, die Bildungssituation in der Region besser zu verstehen.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel