Erstausstrahlung der Folge Jahrhundertzeugen – Leon Weintraub am 27. Januar 2026

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Bonn. Am 27. Januar 2026 zeigt der Sender phoenix die zehnte Folge der Reihe Jahrhundertzeugen Leon Weintraub. Die 45-minütige Dokumentation widmet sich dem Überlebenden des Holocaust, der eindrucksvoll von seiner Zeit im Ghetto und verschiedenen Konzentrationslagern berichtet.

Bericht eines Überlebenden

Der Film basiert auf einem Gespräch mit Dr. Leon Weintraub, der am 1. Januar 1926 in Lodz geboren wurde und als einer der letzten Shoah-Überlebenden gilt. Seine persönliche Geschichte reicht von einer frühen Kindheit in ärmlichen Verhältnissen über die Zwangsumsiedlung ins Ghetto Litzmannstadt ab 1940 bis zur Deportation und dem Überleben mehrerer Konzentrationslager, darunter Auschwitz-Birkenau.

Graphic-Novel-Erzählung

Neben dem Zeitzeugeninterview setzen die renommierten Illustratoren Reinhard Kleist und Matthias Lehmann die Erzählung zeichnerisch um. Die szenisch animierte Graphic Novel verbindet visuelle Kunst mit persönlichen Erinnerungen. Die Umsetzung erfolgte mit Zustimmung von Weintraub und respektiert seinen Bericht eindrucksvoll.

Engagement gegen das Vergessen

Leon Weintraub nutzt seine Erfahrungen seit Jahrzehnten für die Aufklärung über den Holocaust und für den Kampf gegen Antisemitismus. 2022 veröffentlichte er seine Memoiren mit dem Titel „Die Versöhnung mit dem Bösen: Geschichte eines Weiterlebens“. Mit inzwischen 100 Jahren bleibt er eine bedeutende Stimme der Erinnerungsarbeit.

Der Film steht ab dem 26. Januar 2026 in den Mediatheken von ARD, ZDF sowie auf phoenix.de zum Abruf bereit.

„Als Zeitzeuge des schier Unvorstellbaren setze ich mich weiterhin gegen das kollektive Vergessen ein“, erklärte Leon Weintraub.

  • Geboren 1. Januar 1926 in Lodz
  • Zwangsarbeit im Ghetto Litzmannstadt seit 1940
  • Deportation ins KZ Auschwitz-Birkenau 1944
  • Überlebte mehrere Konzentrationslager
  • Veröffentlichung der Memoiren 2022

Für weiterführende Informationen zum Thema Holocaust-Gedenken bietet die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas umfangreiche Materialien.

Mehr zur regionalen Geschichte und aktuellen Formaten finden Sie auf regionalupdate.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Zeitzeugenarbeit in der Region Bonn

Dass ein Film wie Jahrhundertzeugen Leon Weintraub seinen Ursprung in Bonn hat, ist für die Erinnerungs- und Bildungsarbeit vor Ort von großer Relevanz. Die Produktion des Films durch phoenix betont die Bedeutung der Stadt als Medium und Vermittler von Zeitgeschichte.

Die Veröffentlichung zum Holocaust-Gedenktag bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich auf anschauliche Weise mit der Geschichte zu beschäftigen. Schulveranstaltungen, Ausstellungen und weitere mediale Beiträge sind für den Jahresbeginn 2026 geplant, um das Bewusstsein für die Folgen von Menschenverachtung zu stärken. Auch in Zukunft sollen derartige Projekte gefördert werden, um insbesondere junge Menschen in der Region zu erreichen.

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