Hamburg. Bei einer Protestaktion des Rojbin Frauenrats vor dem Hamburger Rathaus gegen Angriffe auf Rojava durch HTŞ, DAİŞ und die Türkei kam es zu Angriffen durch HTŞ-Anhänger. Die Polizei griff nur eingeschränkt ein, was zu Kritik von Teilnehmerinnen führte. Die Protestierenden fordern weiterhin Sicherheit und Freiheit für Rojava.
Proteste in Hamburg: Rojava Hamburg Protest im Fokus
Angriff auf eine Frauenprotestaktion
Der Rojbin Frauenrat organisierte gemeinsam mit dem Demokratischen Kurdischen Volksrat Hamburg sowie internationalen Unterstützern eine Kundgebung gegen militärische Angriffe auf Rojava und Nordostsyrien. Dabei wurden Parolen wie „Frieden für Rojava und Syrien, Nein zum Krieg“ sowie „Türkischen Angriffskrieg und Dschihadisten stoppen!“ gezeigt und die Teilnehmerinnen riefen Slogans zur Unterstützung der YPJ.
Während einer Schweigeminute griffen junge Anhänger von HTŞ die Demonstrierenden an, zeigten provokative Gesten, darunter das sogenannte Wolfsgrußzeichen. Die Polizei schritt nur zögerlich ein. Insgesamt wurden neben den Angreifern auch vier Aktivisten vorübergehend in Gewahrsam genommen, was von den Frauen scharf kritisiert wurde.
Bedeutung der Proteste für die Bewegung
Hediye Bakrak, Mitglied der YJK-E, bezeichnete die Angriffe als Angriff auf die Errungenschaften der kurdischen Frauenrevolution und betonte den Zusammenhang mit den Vergeltungsmaßnahmen nach Kobanê. Sie warf der deutschen Politik vor, durch Schutz der Angreifer und Einladungen an HTŞ-Vertreter die Gewalt gegen Kurden zu unterstützen.
„Diese Angriffe sind nicht nur gegen die kurdischen Frauen gerichtet, sondern senden eine Nachricht an die weltweite Frauenbewegung. Wir werden nicht zurückweichen und verteidigen Rojava.“
Die Aktivistinnen kündigten an, den Protest erst zu beenden, wenn die festgenommenen Jugendlichen freigelassen werden. Die Kundgebung vor dem Hamburger Rathaus dauerte angespannt an.
Weitere Informationen zur Situation in Rojava und den Protesten in Deutschland bietet regionalupdate.de sowie die offizielle Seite des Auswärtigen Amtes zum Thema Syrien.
Bedeutung und weitere Entwicklung des Rojava Hamburg Protest
Der Rojava Hamburg Protest verdeutlicht die anhaltenden Spannungen und die starke Mobilisierung internationaler Unterstützer für die kurdischen Selbstverwaltungsgebiete in Nordostsyrien. Für die Bürgerinnen und Bürger in Hamburg zeigt sich die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Krieg und Terrorismus. Die fortgesetzten Proteste heben die regionalen Auswirkungen weltpolitischer Konflikte hervor und fordern von Behörden einen angemessenen Schutz demokratischer Meinungsäußerung.
Geplante Aktionen und Reaktionen auf die Situation werden von den beteiligten Organisationen angekündigt und begleiten diese Entwicklung weiterhin. Der Rojava Hamburg Protest bleibt ein aktuelles und wichtiges Thema in der Hamburger Stadtkultur und politischen Debatte.

