Apotheken für Prävention von Herz Kreislauf Erkrankungen nutzen / Fortbildungskongress pharmacon

Apotheken fördern Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Schladming. Das Potential der Apotheken bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird derzeit noch nicht ausreichend genutzt. Die Fokus-Keyphrase „Apotheken Herz-Kreislauf Prävention“ benennt eine Möglichkeit, wie Apothekerinnen und Apotheker die Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern könnten.

Herzgesundheit fördern

Die Bedeutung der Apotheken bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde auf dem Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer hervorgehoben. Professor Dr. med. Dirk Westermann, Ärztlicher Direktor des Universitäts-Herzzentrums Freiburg / Bad Krozingen, betonte, dass nur etwa 20 Prozent der Patienten mit hohem Blutdruck gut kontrolliert behandelt werden. Zudem sei nur bei circa der Hälfte der betroffenen Männer und 60 Prozent der Frauen Bluthochdruck diagnostiziert.

Rolle der Apotheken in der Primärprävention

Apothekerinnen und Apotheker könnten durch Blutdruckmessungen bei Personen, die bislang keine Herz-Kreislauf-Erkrankung kennen, beitragen, frühzeitig Risikofaktoren zu erkennen. Dies ist besonders wichtig, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland weiterhin die häufigste Todesursache sind. Die enge Zusammenarbeit zwischen Apotheken, Hausärzten und Kardiologen kann Versorgungslücken schließen und die Betreuung nach Herzinfarkten, Schlaganfällen oder bei Herzinsuffizienz verbessern.

Wichtige Risikofaktoren und Therapieadhärenz

Zu den fünf wichtigsten Risikofaktoren zählen erhöhter Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes, Rauchen und Übergewicht. Westermann wies darauf hin, dass Apotheken durch verständliche Beratung auch die Therapietreue fördern können. Besonders bei Medikamenten wie Statinen, die zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt werden, besteht die Gefahr von Fehlinformationen durch Beipackzettel. Die Mehrheit der Patientinnen und Patienten verträgt diese Medikamente gut, Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen treten nur selten auf.

„Apothekerinnen und Apotheker können die Therapietreue verbessern, wenn sie im Beratungsgespräch den Nutzen von Arzneimitteln verständlich darstellen“, sagte Westermann.

Versorgungslücken trotz guter Gesundheitsstrukturen

Obwohl Deutschland über gute Gesundheitsstrukturen verfügt, gibt es weiterhin erhebliche Versorgungslücken bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Etwa die Hälfte aller solchen Erkrankungen wäre vermeidbar, wenn Präventionsmaßnahmen konsequenter umgesetzt würden. Apotheken könnten durch ihre Nähe zu den Menschen eine wichtige Rolle spielen, um Risikofaktoren zu erkennen und die Behandlung zu begleiten.

Mehr Informationen dazu bietet die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Für medizinische Hintergründe und Präventionsmöglichkeiten verweist regionalupdate.de auf Beratung durch Fachärzte und Apotheken vor Ort.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Gesundheit stärken durch Apotheken Herz-Kreislauf Prävention

Insbesondere in ländlichen Regionen können Apotheken als leicht erreichbare Anlaufstellen zur Herz-Kreislauf-Prävention beitragen. Die Messung von Blutdruckwerten, die Aufklärung zur risikoarmen Lebensführung und die Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme haben praktische Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger. Durch die Ausbau dieser Angebote könnten langfristig die Krankheitslast reduziert und Folgeerkrankungen vermieden werden.

Zukünftige Schritte umfassen die verstärkte Fortbildung von Apothekenpersonal sowie eine engere Vernetzung mit dem medizinischen Fachpersonal. Termine für entsprechende Bundeskongresse und Schulungen sind angekündigt; weitere Informationen finden Interessierte auf regionalupdate.de.


Weiterführende Informationen

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