Der Kurzfilm „Blob und der Wolf“ wurde beim 38. Filmfest Dresden mit dem vom MDR gestifteten Publikumspreis ausgezeichnet. Der Film erzählt von einer Gefängniswärterin, die mitten in der Nacht ins Chaos gerät und daraufhin eine surreale Mission beginnt.
Ein Kurzfilm mit vielschichtiger Handlung
Der von Georg Kästle und Valentin Bolte gedrehte Kurzfilm „Blob und der Wolf“ hat beim 38. Filmfest Dresden den Publikumspreis im Nationalen Wettbewerb gewonnen. Dotiert mit 4.000 Euro, wurde der Preis am 18. April 2026 von Dr. Astrid Plenk und Andreas Fritsch überreicht. Der Film erzählt die Geschichte von Blob, einer Gefängniswärterin, die während ihrer Schicht einschläft und damit einem bösen Wolf die Flucht aus dem Gefängnis der Schuld ermöglicht. Geplagt von eigenen Schuldgefühlen begibt sich Blob auf eine surreale Mission, um den Flüchtigen zurückzubringen.
Erfolge und Auszeichnungen
„Blob und der Wolf“ hat nicht nur den Publikumspreis beim Filmfest Dresden gewonnen, sondern wurde auch bereits beim mitteldeutschen Kurzfilmfestival Kurzsuechtig 2026 mit dem Jury-Preis Fiktion, dem Publikumspreis und dem Mitteldeutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Die Filmemacher Kästle und Bolte kennen sich seit ihrem Studium an der Bauhaus-Universität Weimar und haben sich durch ihre Arbeiten über Vögel und andere skurrile Charaktere wie Blobfische einen Namen gemacht.
MDRs Engagement für den Kurzfilm
Der MDR setzt auch in diesem Jahr auf eine erfolgreiche Kooperation mit dem Filmfest Dresden. Neben der Stiftung des Publikumspreises hat der MDR mit Programmen berichtet und die Kurzfilmnacht „Kurz & gut“ im MDR-Fernsehen ausgestrahlt. Die Sendung kann auch in der ARD Mediathek gestreamt werden. Die Veranstaltung zog insgesamt 380 Filme an und thematisierte in diesem Jahr besonders den kreativen Input von Herausforderern im „Work in Progress – Wir arbeiten dran“-Bereich. Dr. Astrid Plenk, die für das MDR-Kurzfilmmagazin verantwortlich ist, betonte die Bedeutung des Kurzfilms als Labor für neue Ideen und Perspektiven.
Bei einer weiteren Veranstaltung, dem Branchen-Event „Big Names, Small Talks“, hatten Teilnehmende die Gelegenheit, wichtige Köpfe der Kurzfilmbranche kennenzulernen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Der MDR zeigt sich seit Jahren als Unterstützer des Kurzfilms, indem er gezielt Arbeiten mit regionalem Bezug ankauft und eine breite Öffentlichkeit für Kurzfilme schafft. Mit verschiedenen Initiativen, wie dem wöchentlichen Kurzfilmsendeplatz und einer eigenen Plattform für Kurzfilme, fördert der MDR junge Talente und außergewöhnliche Geschichten.

