29% der Schüler mit Einwanderungsgeschichte 2024

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Wiesbaden. Im Jahr 2024 hatten 29 Prozent der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte. Bei den Lehrkräften lag dieser Anteil deutlich geringer bei 11 Prozent. Die Daten beleuchten unterschiedliche Aspekte der Migration in Schulen und zeigen demografische Unterschiede zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften im Bildungssystem.

Migration in Schulen

Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Einwanderungshintergrund

Im Jahr 2024 verfügten 29 Prozent der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen über eine Einwanderungsgeschichte. Dieses Merkmal ist gegeben, wenn die betroffene Person selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Zusätzlich hatten 12 Prozent der Schülerinnen und Schüler nur einen eingewanderten Elternteil, während 59 Prozent keine Einwanderungsgeschichte aufwiesen. Die Verteilung unterschied sich nicht nach Geschlecht – sowohl Mädchen als auch Jungen lagen bei 29 Prozent mit Einwanderungshintergrund.

Lage bei den Lehrkräften

Der Anteil der Lehrkräfte mit Einwanderungsgeschichte lag im gleichen Zeitraum bei 11 Prozent, deutlich unter dem Wert der Schülerschaft. Etwa 5 Prozent der Lehrkräfte hatten nur einen eingewanderten Elternteil, 84 Prozent waren ohne Einwanderungsgeschichte. Unterschiede nach Geschlecht zeigten sich bei den Lehrkräften: Knapp jede achte Lehrerin (12 Prozent) hatte eine Einwanderungsgeschichte, während dies bei den Lehrern 10 Prozent waren.

„Gut ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. Das zeigt sich auch an den Schulen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß“, erklärte das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Tags der Bildung am 24. Januar.

Definition von Einwanderungsgeschichte

Das Statistische Bundesamt definiert eine Einwanderungsgeschichte als den Fall, dass eine Person selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Das spiegelt die historische und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands wider und ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der demografischen Struktur in Bildungseinrichtungen.

Weitere Zahlen und vertiefende Informationen sind auf der Website des Statistischen Bundesamtes verfügbar: destatis.de.

Bedeutung der Einwanderung bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften

Die Unterschiede im Anteil von Personen mit Einwanderungsgeschichte zwischen Schülerschaft und Lehrkräften sind Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen und demografischer Veränderungen. Für das Bildungssystem in Deutschland hat dies Bedeutung hinsichtlich der kulturellen Vielfalt und der interkulturellen Bildungsarbeit. Die Zahlen der einwanderungsgeschichteten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte geben Aufschluss über die Zusammensetzung von Klassen und Lehrpersonen.

Praktisch zeigt die Studie, dass Bildungsangebote und Unterstützungsmaßnahmen immer stärker auch auf die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund zugeschnitten werden sollten. Die Erkenntnisse unterstützen Schulen und Bildungspolitik dabei, die Integration und Chancengleichheit weiter zu fördern.

Weitere Entwicklungen und Daten zum Thema Migration in Bildungskontexten veröffentlicht das Statistische Bundesamt regelmäßig, beispielsweise im Rahmen der „Zahl der Woche“. Für aktuelle Berichte und regionale Informationen besuchen Sie auch regionalupdate.de.

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