Berlin. Die us lng importe nach Deutschland haben im Jahr 2025 mit rund 101 Terawattstunden einen neuen Höchststand erreicht. Nach einer Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) stammen etwa 96 Prozent dieser Importe aus den USA und verursachen Kosten von 3,2 Milliarden US-Dollar.
Jetzt LNG-Importe stoppen
Die detaillierte Auswertung der Deutschen Umwelthilfe zeigt eine deutliche Zunahme der LNG-Importe aus den USA nach Deutschland. Rund 101 Terawattstunden (TWh) wurden 2025 importiert, das entspricht einem Anstieg von über 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit machen die US-Lieferungen fast den gesamten deutschen LNG-Markt an den Häfen aus. Die Kosten für diese Importe stiegen dabei auf 3,2 Milliarden US-Dollar, was eine erhebliche Steigerung gegenüber 1,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 bedeutet.
LNG-Terminals in Deutschland
Die LNG-Anlagen in Deutschland verzeichneten unterschiedlich hohe Einspeisemengen und Auslastungen. In Wilhelmshaven wurden mit 57 TWh die meisten Gaslieferungen verbucht, gefolgt von Rügen mit 27 TWh und Brunsbüttel mit 22 TWh. Die höchste Auslastung erreichte das Terminal in Brunsbüttel mit 84 Prozent. Die beiden Terminalschiffe in Wilhelmshaven erreichten zusammen rund 65 Prozent Auslastung, während das Terminal auf Rügen mit 48 Prozent genutzt wurde. Die DUH stützte ihre Berechnungen auf Daten des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe.
Kritik der Deutschen Umwelthilfe
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, bezeichnete die wachsende Abhängigkeit von US-LNG als fatal:
„Die neue Abhängigkeit von Trump ist fatal. Die Bundesregierung muss neue US-LNG-Verträge umgehend stoppen und konsequent Effizienzprogramme fördern und Erneuerbare ausbauen.“
Er forderte zudem den sofortigen Stopp des Ausbaus von LNG-Terminals an der deutschen Küste und appellierte an die Politik, sich gemeinsam mit europäischen Partnern für den Ausstieg aus fossilen Gasimporten aus den USA einzusetzen.
Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH, ergänzte:
„Das Wachstum der LNG-Lieferungen aus den USA zeigt überdeutlich, dass fossile Energieimporte unweigerlich zu Abhängigkeit und Umweltzerstörung führen. Die Bundesregierung muss gemeinsam mit den europäischen Partnern die Notbremse ziehen.“
- 57 TWh Erdgas wurden 2025 in Wilhelmshaven eingespeist
- 27 TWh Erdgas wurden 2025 auf Rügen eingespeist
- 22 TWh Erdgas wurden 2025 in Brunsbüttel eingespeist
Weitere Informationen und die vollständige Auswertung sind bei der Deutschen Umwelthilfe verfügbar. Für Hintergrundinfos zur Entwicklung der LNG-Infrastruktur in Deutschland bietet regionalupdate.de relevante Artikel und Analysen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der LNG-Importe für die Region und die Zukunft
Die steigenden LNG-Importe aus den USA haben direkte Auswirkungen auf die Energieversorgung an der deutschen Küste und in ganz Deutschland. Die Terminals in Wilhelmshaven, Rügen und Brunsbüttel spielen dabei eine Schlüsselrolle für die Aufnahme und Weiterverteilung von verflüssigtem Erdgas. Die Auslastung der Anlagen gibt dabei Hinweise auf die derzeitige Nachfrage und die Kapazitätsgrenzen.
Für die Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet dies, dass die Infrastruktur zwar wächst, gleichzeitig aber auch eine Abhängigkeit von fossilen Importen besteht, die sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Risiken birgt. Experten der DUH betonen, dass die Bundesregierung hier steuernd eingreifen und alternative Energiequellen sowie Effizienzsteigerungen stärker fördern sollte.
Geplante weitere Schritte der DUH umfassen die Forderung nach einem Stopp neuer US-LNG-Verträge sowie Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien. Die Entwicklung der LNG-Terminals und der Energiemarkt werden in den kommenden Monaten weiterhin eng verfolgt.
Für aktuelle Informationen und Analysen zur Energiepolitik in der Region besuchen Sie regionalupdate.de. Ergänzende staatliche Informationen über LNG und Energieversorgung stehen beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bereit.

