Hannover. Die Erwerbstätigkeit von Müttern in Niedersachsen zeigt 2024 deutliche Unterschiede zum Alter ihrer Kinder. Während über drei Viertel der Mütter eines minderjährigen Kindes erwerbstätig sind, arbeiten nur rund ein Viertel von ihnen in Vollzeit. Die erwerbstaetigkeit muetter niedersachsen ist damit überwiegend durch Teilzeitmodelle geprägt.
Mütter in Teilzeit
Erwerbstätigkeit nach Alter des Kindes
Die Erwerbstätigenquote von Müttern mit minderjährigen Kindern liegt in Niedersachsen bei 76,8 Prozent. Es zeigt sich ein klarer Zusammenhang mit dem Alter des jüngsten Kindes: Bei Müttern mit Kindern unter drei Jahren sind 65,2 Prozent erwerbstätig, inklusive solcher in Mutterschutz oder Elternzeit. Bei Kindern im Alter von 15 bis unter 18 Jahren steigt die Quote auf 85,1 Prozent. Väter hingegen bleiben mit Werten um 92 Prozent unabhängig vom Kindesalter fast durchgehend erwerbstätig.
Teilzeit vs. Vollzeit
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich bei der Arbeitszeit. Während 91,8 Prozent der Väter mit minderjährigen Kindern in Vollzeit arbeiten, liegt der Anteil bei Müttern nur bei 27,0 Prozent. Mütter passen ihre Arbeitszeit häufig dem Alter des Kindes an und arbeiten bei jüngeren Kindern überwiegend in Teilzeit. Mit steigendem Kindesalter nehmen sie häufiger Vollzeitstellen an oder erhöhen ihre Stunden im Teilzeitmodell.
„Mit zunehmendem Alter des jüngsten Kindes steigt die Erwerbsbeteiligung der Mütter deutlich“, erläutert das Landesamt für Statistik Niedersachsen.
Sozial- und Wirtschaftliche Auswirkungen
Die Arbeitszeitmodelle von Müttern haben Folgen für Familien Alltag und gesellschaftliche Strukturen. Flexibles Arbeiten ermöglicht Müttern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wirkt sich aber auch auf Rentenansprüche und Karriereverläufe aus. Informationen und detaillierte Auswertungen zu den Erwerbsbeteiligungen in Niedersachsen bietet das Online-Magazin „Statistisch gesehen“ des Landesamtes für Statistik.

