Frankfurt am Main. Die Otto Brenner Stiftung hat den 21. Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus ausgeschrieben und dabei mehrere Neuerungen eingeführt. Die Auszeichnung stärkt unter anderem den Lokaljournalismus und die Rechercheförderung durch erhöhte Stipendien.
Preis für kritischen Journalismus
Der 21. Otto Brenner Preis setzt neue Akzente bei der Förderung kritisch-investigativen Journalismus. Künftig werden vier Recherchestipendien vergeben, deren Gesamtdotierung von 15.000 auf 24.000 Euro erhöht wurde. Drei Preise sind ausgeschrieben: der Hauptpreis mit 5.000 Euro, der Newcomer*innenpreis mit 3.000 Euro sowie ein neuer Preis für die beste lokale Recherche, ebenfalls mit 3.000 Euro dotiert. Insgesamt bleibt der Otto Brenner Preis mit 35.000 Euro einer der höchstdotierten Journalistenpreise in Deutschland.
Fokus auf Lokaljournalismus
Die Otto Brenner Stiftung betont die Bedeutung des Lokaljournalismus, der zunehmend unter finanziellem Druck steht. Mit dem neuen Preis für die beste lokale Recherche sollen Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet werden, die Missstände und Probleme im lokalen Umfeld aufdecken. Geschäftsführer Can Gülcü unterstrich die Notwendigkeit, Recherchen als Fundament kritischen Journalismus zu fördern.
Kooperation mit Netzwerk Recherche
Erstmals wird die Preisverleihung in Kooperation mit Netzwerk Recherche stattfinden, das mit über 1.300 Mitgliedern die journalistische Recherche und Qualitätsjournalismus unterstützt. Dieses Netzwerk veranstaltet Fortbildungen und Konferenzen und hat nun gemeinsam mit der Otto Brenner Stiftung die Jahreskonferenz 2024 in Hamburg am 11. Juni als Rahmen für die Preisverleihung gewählt.
„Der Otto Brenner Preis würdigt genau den Journalismus, der auch uns am Herzen liegt, indem er tiefgründige, unbequeme und gesellschaftlich relevante Recherchen auszeichnet“, sagte Daniel Drepper, Vorsitzender von Netzwerk Recherche.
Die Jury des Preises bleibt mit renommierten Vertreterinnen und Vertretern aus dem Journalismus und der Wissenschaft hochkarätig besetzt. Mit dabei sind unter anderem Christiane Benner von der IG Metall und renommierte Journalisten wie Nicole Diekmann (ZDF) und Harald Schumann (Investigate Europe).
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Otto Brenner Preis: Bedeutung für den lokalen Journalismus in Frankfurt am Main
Für die Frankfurter Medienlandschaft und die gesamte Region Rhein-Main bedeutet die verstärkte Förderung lokaler Recherchen eine wichtige Unterstützung. Der Preis schafft Anreize für investigative Arbeiten, die gesellschaftspolitisch relevante Themen vor Ort beleuchten. Bürgerinnen und Bürger können so mit besser recherchierten Informationen rechnen, die Transparenz stärken und mögliche Missstände offenlegen.
Die Ausschreibung des Otto Brenner Preises ist noch bis zum 1. März geöffnet. Die Preisverleihung erfolgt am 11. Juni 2024 in Hamburg im Rahmen der Netzwerk Recherche Jahreskonferenz. Interessierte Journalistinnen und Journalisten können sich und ihre Arbeiten auf der offiziellen Webseite der Otto Brenner Stiftung informieren. Weitere Hintergründe zu investigativem Journalismus bietet das Netzwerk Recherche.
Durch die Kooperation der Otto Brenner Stiftung mit Netzwerk Recherche wird ein breites Netzwerk für Qualitätsjournalismus gestärkt, das auch in der Region Frankfurt am Main zur nachhaltigen Förderung kritischer Recherchen beitragen kann.

