Berlin. Die Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. (ÄFI) haben eine methodische Klarstellung zur aktuellen Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks (BR) zur ÄFI Impfstudie Kritik veröffentlicht. Dabei betont der Ärzteverein die sachliche Einordnung der Studie von Lamerato et al. (2025) im Gegensatz zu moralisierenden Medienurteilen.
Klarstellung zur Studie: ÄFI Impfstudie Kritik
Hintergrund der ÄFI Stellungnahme
Die ÄFI reagiert auf einen Beitrag des BR24-Faktenfuchs, der die Position des Ärztevereins zur Studie von Lamerato et al. verkürzt darstellt und die methodische Diskussion in einen konfrontativen Rahmen setzt. Laut ÄFI wurde die ursprüngliche Analyse nicht als generelle Impfkritik veröffentlicht, sondern als methodische Einordnung einer retrospektiven Kohortenstudie, die verschiedene Limitationen aufweist und keine kausalen Schlussfolgerungen erlaubt.
Die Studie vergleicht geimpfte und vollständig ungeimpfte Kinder, was in der Impfstoffforschung selten vorkommt. Die ÄFI hat diesen Vergleich sachlich charakterisiert, ohne die Ergebnisse inhaltlich zu bestätigen. Der Verein kritisiert, dass der BR-Beitrag die Studie als „Pseudo-Studie“ abqualifiziert und ÄFI unbegründet als Impfgegner einstuft. Zudem fehle eine differenzierte Erklärung zu wissenschaftlichen Standards.
Methodische Bewertung und internationale Standards
Für die Auswertung der Studie verweist ÄFI auf die STROBE-Kriterien, internationale Leitlinien zur Bewertung von Beobachtungsstudien, die eine transparente Darstellung von Stärken, Schwächen und Unsicherheiten ermöglichen. Dies soll Fehlinterpretationen vermeiden und zur Versachlichung der Debatte beitragen.
Dr. med. Wolfram G. Metzger, ärztlicher Geschäftsführer der ÄFI, sagte:
„Unser Anliegen ist es, zu einer Versachlichung einer stark polarisierten Debatte beizutragen und wissenschaftliche Fragestellungen entlang methodischer Kriterien zu diskutieren. Erkenntnisgewinn entsteht aus unserer Sicht nicht durch Etikettierungen oder moralisierende Zuschreibungen, sondern durch eine transparente, differenzierte und ergebnisoffene Auseinandersetzung mit Daten, Methoden und ihren Grenzen.“
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der ÄFI Impfstudie Kritik für die regionale Öffentlichkeit
Die Debatte um Impffragen und Studienbewertung betrifft auch Bürgerinnen und Bürger in der Region, die verlässliche und sachliche Informationen zur Impfgesundheit wünschen. Die Stellungnahme der ÄFI unterstreicht die Notwendigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht emotional zu überladen, sondern auf der Grundlage etablierter Standards kritisch zu prüfen. Dies fördert das Vertrauen in medizinische Empfehlungen und vermeidet Polarisierung.
Für Interessierte bietet die Webseite der ÄFI weiterführende Informationen zu wissenschaftlichen Bewertungen von Impfstudien (individuelle-impfentscheidung.de). Aktuelle Beiträge und sachliche Diskussionen sind auch bei regionalupdate.de verfügbar, um die öffentliche Meinungsbildung zu unterstützen.
Offizielle Informationen zum Thema Impfungen und Gesundheit sind beim Robert Koch-Institut zugänglich: rki.de.
Die Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. setzen damit einen Fokus auf sachliche wissenschaftliche Kommunikation und planen, ihre Expertise weiterhin öffentlich zu teilen und auf Vorwürfe methodisch fundiert zu antworten.

