Berlin. Energetisch sanierte Wohngebäude in Deutschland erzielen deutlich höhere Marktpreise als unsanierte Objekte. Die Fokus-Keyphrase energieeffiziente immobilien preise beschreibt einen aktuellen Trend, der sich aus einer umfangreichen Studie mit über 310.000 Inseratsdaten ableiten lässt.
Wertsteigerung durch Sanierung
Eine neue Datenanalyse der Plattform ImmobilienScout24 im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e. V. (BuVEG) weist nach, dass energetisch effiziente Gebäude bis zu 40 Prozent höhere Preise am Immobilienmarkt erreichen. Der durchschnittliche Wertzuwachs bei Sanierungen beträgt 23 Prozent, eine Steigerung gegenüber 21 Prozent aus dem Jahr 2024.
Einflussfaktoren auf den Immobilienwert
Der Geschäftsführer des BuVEG, Jan Peter Hinrichs, betont die zunehmende Bedeutung energetischer Sanierungen, vor allem bei der Gebäudehülle, also Fassade, Fenstern und Dach.
„Wer in die Gebäudehülle seiner Immobilie investiert, steigert damit spürbar deren Wert. Das Aufschieben von Sanierungsmaßnahmen führt dazu, dass der Wert energetisch schlechter Immobilien deutlich absackt“, sagte Hinrichs.
Besonders der Altbaubereich (bis Baujahr 1949) profitiert von der Wertsteigerung, unabhängig von der Lage in Stadt, Ballungsraum oder auf dem Land.
Herausforderungen bei der Sanierungsquote
Trotz der Wertsteigerung investieren Eigentümer vergleichsweise wenig in energetische Verbesserungen. Die Sanierungsquote lag 2024 bei lediglich 0,7 Prozent, während mindestens zwei Prozent notwendig wären, um den Gebäudebestand zukunftsfähig zu gestalten.
- Hohe Wertsteigerungspotenziale vor allem bei Altbauten
- Sanierungsquote deutlich unter dem erforderlichen Niveau
- Energetische Sanierungen steigern Immobilienwert nachhaltig
Forderungen des BuVEG zur Förderung
Der BuVEG fordert eine angepasste staatliche Förderung, die Heizung, Gebäudehülle und Gebäudetechnik gleichberechtigt berücksichtigt. Hinrichs schlägt vor, das neue Gebäudemodernisierungsgesetz entsprechend flexibler und zielgerichteter zu gestalten, um individuellen Sanierungsbedarf besser gerecht zu werden.
Das fördert effektive Investitionen vor Ort, die oft mit Energieberatern getroffen werden.
„Nicht jedes Haus braucht als Nächstes eine neue Heizung, vielleicht stehen zunächst eine neue Fassade, Fenster oder Dach an“, so Hinrichs.
Der Verband vertritt Hersteller von Dämmstoffen, Fenstern, Türen und Fassadensystemen und bringt deren Fachwissen in die politische Beratung ein.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Bürgerinnen und Bürger
Die Erkenntnisse zur Wertsteigerung durch energieeffiziente Sanierungen sind auch für Immobilieneigentümer in der Region relevant. Eine energetische Modernisierung von Wohngebäuden bietet nicht nur den Vorteil höherer Immobilienwerte, sondern unterstützt zudem das Ziel, den Gebäudebestand klimafreundlich und zukunftssicher zu gestalten. Für Bewohnerinnen und Bewohner können zudem verbesserte Wohnqualität und gesenkte Energiekosten resultieren.
Relevante Förderprogramme sollten künftig klarer und flexibler gestaltet werden, um individuelle Sanierungsmaßnahmen besser zu unterstützen. Eigentümer erhalten so mehr Planungssicherheit und Anreize für Investitionen. Weitere Informationen zu staatlichen Fördermöglichkeiten finden Interessierte bei der KfW-Bank.
Detaillierte Informationen zu regionalen Immobilienmärkten und Sanierungstrends bietet das Online-Magazin regionalupdate.de.
Eine zunehmende Zahl von Sanierungen kann langfristig dazu beitragen, den Immobilienmarkt stabiler und nachhaltiger zu gestalten und die Wohnqualität in der Region zu verbessern.

