hr mit umfangreichem Angebot zum Holocaust-Gedenktag

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Frankfurt am Main. Anlässlich des Holocaust Gedenktag hr sendet der Hessische Rundfunk am 27. Januar ein umfangreiches Programm mit Dokumentationen, Filmen und Radiosendungen. Der Themenabend und weitere Beiträge richten den Fokus auf die Erinnerungskultur und Perspektiven aus Hessen.

Gedenktag Aktion Hessen

Der Hessische Rundfunk (hr) zeigt am Holocaust-Gedenktag im hr-fernsehen ab 20.15 Uhr das „ARD extra“ gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk. Anschließend folgt das Dokudrama „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“, das die Nürnberger Prozesse aus verschiedenen persönlichen Perspektiven schildert. Der Film verknüpft Spielszenen mit Originalaufnahmen und Neudrehs, unter anderem mit Beiträgen von Nachkommen der damaligen Zeitzeugen.

Um 22.15 Uhr läuft das Porträt von Helmut „Sonny“ Sonneberg, einem 2023 verstorbenen Holocaust-Überlebenden und Eintracht-Frankfurt-Fan. Der Film schildert sein Leben während und nach der NS-Zeit. Weiterhin zeigt der hr den Film „Wir leben weiter“ zur jüdischen Gemeinschaft in Frankfurt nach 1945. Ab 23.15 Uhr beleuchtet die Sendung „Y-History“ die Familiengeschichte des Journalisten Adrian Öser und thematisiert den Umgang mit eigenen NS-Vorfahren.

Radiobeiträge zur Erinnerungskultur und Antisemitismus

In hr2-kultur laufen am Morgen zwischen 7 und 9 Uhr Beiträge über junge hessische Jüdinnen und Juden. Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, erläutert darin, wie die Erinnerungskultur ohne Zeitzeugen fortgeführt wird und junge Menschen für das Thema sensibilisiert werden können. Zusätzlich widmet sich hr-info in „Das Thema“ von 6 bis 9 Uhr mit dem Titel „Mitten unter uns: Antisemitismus in Deutschland“ sowie in der Sendung „Der Tag“ später am Tag dem Thema Antisemitismus.

Weitere Programmhöhepunkte am Gedenktag

Der Themenabend im hr-fernsehen umfasst auch den Film „Calmeyers Dilemma“ über den Juristen Hans Georg Calmeyer und dessen Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Die Dokumentation „Suchen – Finden – Erinnern“ fasst um 0.35 Uhr die Arbeit des Internationalen Suchdienstes in Arolsen zusammen. Der Abschluss um 1.20 Uhr ist der Film „Maries Vermächtnis“ über die Frauenrechtlerin Marie Eleonore Pfungst, die von den Nazis verfolgt wurde.

„Dr. Meron Mendel erklärt, wie Erinnerungskultur auch ohne Zeitzeugen lebendig bleibt und wie es gelingt, junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren.“

Der umfangreiche Programmablauf zeigt die hessische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust ebenso wie die Erinnerungskultur und den aktuellen Umgang mit Antisemitismus in der Region. Alle Sendungen und weitere Informationen sind auch online auf der Webseite des Hessischen Rundfunks zu finden.

Weitere Informationen zum Programm des Hessischen Rundfunks und zur Geschichte des Holocaust bietet die offizielle Seite der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschluss: Bedeutung für Hessen und Ausblick

Der Holocaust Gedenktag am 27. Januar wird durch das vielfältige Programm des Hessischen Rundfunks in Hessen sichtbar und erlebbar gemacht. Für die Bürgerinnen und Bürger der Region bedeutet dies eine Gelegenheit zur Erinnerung und zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und gegenwärtigen Herausforderungen wie dem Antisemitismus. Die Beiträge orientieren sich an aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und tragen zur Sensibilisierung vor allem jüngerer Generationen bei. Der Hessische Rundfunk plant weiterhin, diesen Themenabenden eine feste Rolle im Programm einzuräumen und so einen Beitrag zur regionalen und überregionalen Erinnerungskultur zu leisten.

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