Pharma Deutschland Gesundheitsmonitor 2026: Potenzial der Gesundheitsvorsorge wird verschenkt

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Berlin. Der neue Gesundheitsmonitor 2026 von Pharma Deutschland zeigt, dass die gesundheitsvorsorge apotheken deutschland bisher kaum genutzt wird. Lediglich 3,1 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwei Jahren pharmazeutische Präventionsangebote in Apotheken in Anspruch genommen, obwohl deren Umfang durch eine Reform deutlich erweitert wird.

Gesundheitsvorsorge stärken leicht

Die Analyse des Gesundheitsmonitors offenbart deutliche Unterschiede in der Nutzung von Vorsorgeangeboten in Deutschland. Während Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt von mehr als der Hälfte der Bevölkerung genutzt werden, spielen Apotheken als Präventionsorte eine untergeordnete Rolle. Nur ein geringer Teil der Bevölkerung kennt und nutzt die dort verfügbaren Leistungen wie Blutdruckmessungen oder andere Früherkennungsangebote.

Niedrigschwellige Vorsorgeangebote in Apotheken

Apotheken gelten als wohnortnahe und leicht zugängliche Anlaufstellen für gesundheitliche Prävention. Mit der im Dezember 2025 beschlossenen Apothekenreform sollen ihre Dienstleistungen zur Gesundheitsvorsorge ausgeweitet werden. Dies könnte das Angebot von früheren Vorsorgeuntersuchungen und Beratung deutlich verbessern. Dennoch nutzt bislang nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung diese Möglichkeiten.

Unterschiede bei der Annahme von Vorsorgeangeboten

Der Gesundheitsmonitor 2026 zeigt auch, dass Vorsorgeangebote je nach Region und Bevölkerungsgruppe unterschiedlich angenommen werden. Sachsen weist mit 47,1 Prozent eine vergleichsweise niedrige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen auf, während Schleswig-Holstein mit 60,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Außerdem greifen Menschen mit höherer Bildung häufiger auf Vorsorgeangebote zurück als solche mit beruflicher Ausbildung.

„Die deutsche Präventionsinfrastruktur ist im europäischen Vergleich unterentwickelt“, sagte Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland. „Echte Anreize, verständliche Aufklärung und niederschwellige Angebote in der Apotheke und digital können helfen, die Gesundheitsprävention zu stärken.“

  • 3,1 Prozent nutzen Apothekenangebote zur Prävention wie Blutdruckmessungen
  • 58,7 Prozent nehmen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt wahr
  • 61,3 Prozent haben sich impfen lassen
  • 19,8 Prozent haben in zwei Jahren kein Vorsorgeangebot genutzt

Weitere Details zum Gesundheitsmonitor 2026 stehen auf der Webseite von Pharma Deutschland zur Verfügung (Quelle Pharma Deutschland).

Beispiel: Wie regionale Unterschiede die Nutzung von Präventionsleistungen bestimmen, zeigt die folgende Analyse.

Lokale Bedeutung und Ausblick der Gesundheitsvorsorge in Apotheken

Die Erkenntnisse des Gesundheitsmonitors 2026 verdeutlichen, dass die Apotheken als zentrale Orte für die Gesundheitsvorsorge in Deutschland noch stärker in den Fokus rücken sollten. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die erweiterte Ausstattung von Apotheken bessere Möglichkeiten der Früherkennung direkt vor Ort. Geplante Reformen ab Dezember 2025 sollen dies unterstützen und die Angebote bekannt machen. Für die Region heißt das, dass Apotheken künftig noch mehr zur Prävention beitragen können, wenn gleichzeitig die Bevölkerung besser über die bestehenden Angebote informiert wird.

Für weiterführende Informationen über Präventionsangebote und Apothekenleistungen verweist regionalupdate.de auf die aktuellen Berichte von Pharma Deutschland (mehr zum Thema Gesundheitsvorsorge) sowie auf die offizielle Seite des Bundesministeriums für Gesundheit.

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