Bonn. Die Bundesvereinigung der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert bei der Anhörung zum Luftsicherheitsgesetz im Bundestag einen wirksameren Schutz vor Drohnenangriffen auf kritische Infrastrukturen. Im Mittelpunkt steht die drohnenabwehr kritische infrastrukturen vor allem außerhalb von Flughäfen.
Effektiver Drohnenschutz jetzt
Herausforderungen der Drohnenabwehr bei kritischen Infrastrukturen
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, hob hervor, dass Sicherheitsbehörden und Bundeswehr nicht flächendeckend an den dezentralen Energie- und Wassernetzen präsent sein könnten. Die derzeitigen Regelungen beschränkten sich faktisch auf Flughäfen und erfassten so nicht ausreichend die Bedrohungslage in der Fläche.
Um wirksame Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten, fordert der BDEW klare Zuständigkeiten und kurze Reaktionszeiten. Zudem müsse der rechtssichere Einsatz automatisierter Systeme an besonders sensiblen Standorten ermöglicht werden.
Rolle privatwirtschaftlicher Akteure und technologische Anforderungen
Eine wichtige Neuerung fordert die BDEW in Form der freiwilligen Beleihung, bei der privatwirtschaftliche Betreiber oder beauftragte Dritte hoheitliche Aufgaben zur Drohnenabwehr übernehmen können. Diese Lösung soll nur bei vollständiger Kostenneutralität und mit klaren Haftungsregelungen erfolgen.
Darüber hinaus sieht die BDEW den Staat in der Pflicht, notwendige Investitionen zu tätigen und moderne Abwehrtechnologien wie Laser, Hochleistungsmikrowellen oder kinetische Mittel auch im Inland rechtssicher einzusetzen.
„Die Bundesregierung stärkt mit der Novelle des Luftsicherheitsgesetzes die Drohnenabwehr als hoheitliche Aufgabe und erweitert Unterstützungsmöglichkeiten durch die Bundeswehr“, sagte Kerstin Andreae.
Weiteres Vorgehen zur Drohnenabwehr kritischer Infrastrukturen
Die Novelle des Luftsicherheitsgesetzes, über die aktuell im Bundestag beraten wird, soll die Weichen für einen effektiveren Schutz kritischer Infrastrukturen vor Drohnenangriffen stellen. Als nächste Schritte sind weitere parlamentarische Beratungen sowie die endgültige Verabschiedung des Gesetzes vorgesehen.
Parallel erarbeitet der BDEW praxisnahe Konzepte und Positionspapiere zur Drohnenabwehr, die den Austausch mit Politik und Sicherheitsbehörden fördern. Betreiber kritischer Infrastrukturen werden so besser in staatliche Schutzkonzepte eingebunden.
Mehr Informationen zum Thema Drohnenabwehr finden Sie auf regionalupdate.de und auf der Webseite des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr.

