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Geschäftsklimaindex Consulting: Herausforderungen und positive Zukunftsaussichten

Bonn. Der geschäftsklimaindex consulting 2025 zeigt im vierten Quartal eine leicht rückläufige Seitwärtsbewegung mit einem Wert von 88,7. Trotz dieser Entwicklung blicken deutlich mehr Beratungsunternehmen zuversichtlich auf das kommende Jahr und erwarten günstigere Geschäftsaussichten.

Consulting erwartet Wachstum

Der geschäftsklimaindex consulting 2025 nähert sich mit seinem Wert von 88,7 weiter dem ifo-Geschäftsklimaindex von 87,6 an. Die Geschäftslage der Unternehmensberatungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Gleichzeitig hat die Marktdynamik im letzten Quartal 2025 zugenommen, sodass 30 Prozent der Beratungsunternehmen auf eine bessere Geschäftsentwicklung im Jahr 2026 hoffen. Im Vorjahr waren das lediglich 26 Prozent. Zugleich erwarten nur noch 23 Prozent eine Verschlechterung, verglichen mit 30 Prozent Ende 2024.

Einfluss der Unternehmensgröße auf die Geschäftslage

Kleine Beratungsfirmen sind derzeit am stärksten von der Zurückhaltung im Markt betroffen. Der Geschäftsklimaindex für diese Gruppe fiel um fast zehn Punkte auf 81,7 ab. Entgegen dem Trend verbessern sich die Werte bei größeren Beratungen und solchen mit einem Jahresumsatz zwischen 250.000 Euro und einer Million Euro. Dort ist der Index jeweils um mehr als zwei Punkte gestiegen.

Branchenspezifische Entwicklungen

Sanierungsberater und IT-Berater verzeichnen die besten Geschäftsklimaindizes mit 106 beziehungsweise 93 Punkten. Die HR-Beratung bildet mit 82 Punkten das Schlusslicht. Strategieberatungen und Organisations- sowie Prozessberatungen zeigen hingegen eine höhere Skepsis für die Zukunft: 27 und 28 Prozent dieser Beratungen erwarten ungünstigere Geschäftsaussichten.

Nachfrage in den Branchen

Versorger und der öffentliche Sektor bleiben auch 2025 die Trendsetter bei der Beratungsnachfrage. Die Professional Services verzeichnen mit 35 Prozent den stärksten Zuwachs im Jahresvergleich und liegen mittlerweile auf Platz drei. Branchen wie Fahrzeugbau, Maschinenbau und Chemie liegen weiterhin am Ende der Nachfrageentwicklung.

Kompetenzwandel und Arbeitsweise

Ein zentraler Veränderungsfaktor ist die Anpassung der Kompetenzen im Consulting. Größere Unternehmen integrieren diesen Wandel deutlicher in ihre Leistungs- und Karriereprozesse als kleinere Firmen. Während 93 Prozent der großen Beratungen diesen Faktor einbeziehen, sind es bei den kleinen nur 37 Prozent. Auch bei der Anpassung von Recruiting-Profilen zeigen sich große Unterschiede zugunsten der größeren Firmen.

„KI und Automatisierung verändern in vielen Dingen die Tätigkeitsdurchführung. Die Tätigkeit an sich verändert sich dabei jedoch nicht“, betont BDU-Präsidentin Iris Grewe zur Veränderung der Aufgaben.

Trotz der Bedeutung von Kundennähe verbringen Beraterinnen und Berater nur rund 1,4 bis 1,5 Tage pro Woche vor Ort beim Kunden. Homeoffice ist in 95 Prozent der Unternehmen etabliert, allerdings plant fast ein Fünftel der Beratungen künftig mehr Präsenzzeiten. Dabei wird Homeoffice positiv für die Zufriedenheit der Mitarbeitenden bewertet, jedoch kritisch hinsichtlich Produktivität, Teamzusammenarbeit und Kundennähe.

Mehr Informationen zum Geschäftsklima im Consulting finden Sie beim BDU sowie beim offiziellen ifo Institut unter ifo.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung des Geschäftsklimas für die regionale Beratungsbranche

Für die Region Bonn und das umliegende Rheinland ist die Entwicklung des geschäftsklimaindex consulting 2025 ein Indikator für die wirtschaftliche Stimmung im Beratungssektor. Die zunehmende Nachfrage in bestimmten Branchen und die positive Zukunftsprognose können Arbeitsplätze sichern und ausbauen. Für kleinere Beratungsunternehmen stellen die aktuellen Herausforderungen eine Aufforderung zur Anpassung ihrer Kompetenzen und Arbeitsweisen dar.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass regionale Beratungsunternehmen zunehmend qualifizierte Dienstleistungen in den Bereichen Digitalisierung, Sanierung und Public Sector anbieten. Mittelfristig ist mit einer Ausweitung von Präsenzzeiten bei Kunden zu rechnen, was auch die regionale Wirtschaftsentwicklung fördern kann.

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) wird seine regelmäßigen Quartalsanalysen fortsetzen, um Trends frühzeitig zu erkennen. Für 2026 stehen weitere Maßnahmen zur Begleitung des Kompetenzwandels und zur Anpassung an Marktbedürfnisse an. Termine und Berichte hierzu finden Sie im Newsbereich von regionalupdate.de.

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