Arbeitskreis fordert neues Berufsgesetz für Logopädie

Frechen. Vor genau zehn Jahren haben sich alle relevanten Verbände, Studiengangsvertreter*innen und die Studierendenvertretung im Bereich Logopädie/Sprachtherapie zusammengeschlossen, um grundlegende Änderungen am Berufsgesetz zu fordern. Im Zentrum steht die Einführung eines *hochschulischen Heilberufs Logopädie*, um die Ausbildung und Versorgung zu modernisieren.

Jetzt Berufsgesetz ändern – Hochschulischer Heilberuf Logopädie

Die seit 1980 geltende gesetzliche Regelung für den Beruf des Logopäden wird den heutigen Anforderungen einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung nicht mehr gerecht. Insbesondere Ausbildungsinhalte in Bereichen wie Gerontologie, Dysphagie oder myofunktionelle Störungen sind veraltet oder unzureichend verankert. Aktuell bestehen zwölf unterschiedliche Ausbildungsprofile, die von berufsfachschulischer bis hin zu hochschulischer Ausbildung reichen. Dieses Nebeneinander führt zu Intransparenz und erschwert eine standardisierte Versorgung.

Einheitlichkeit und wissenschaftliche Stärkung

Ein neues Berufsgesetz mit einer primärqualifizierenden hochschulischen Ausbildung soll künftig eine einheitliche und qualitativ gesicherte klinisch-praktische Qualifikation gewährleisten. Ebenso wird die Entwicklung der Logopädie/Sprachtherapie als eigenständige wissenschaftliche Disziplin gefördert. Die steigenden Anforderungen an die komplexe und evidenzbasierte Patientenversorgung würden dadurch besser erfüllt.

Vorteile für Fachkräfte und Patienten

Neben einer verbesserten Versorgungsqualität bietet das neue Gesetz auch Chancen für Fachkräfte. Neue Berufs- und Karrierewege entstehen, was als Beitrag gegen den Fachkräftemangel und die Berufsflucht gilt. Die akademische Qualifikation der Lehrenden und die Anzahl der Studiengänge an Hochschulen zeigen, dass ein Übergang zur primärqualifizierenden Hochschulausbildung in den nächsten fünf bis zehn Jahren realistisch erreichbar ist.

„Das Gesetz über den Beruf des Logopäden ist durch ein Berufsgesetz mit einem hochschulischen Heilberuf zu ersetzen, das eine primärqualifizierende hochschulische Ausbildung für alle im Bereich der in der Logopädie/Sprachtherapie tätigen Berufsgruppen Geltung hat“, sagte Dietlinde Schrey-Dern, Sprecherin des Arbeitskreises Berufsgesetz.

Bevor der abschließende Abschnitt folgt, steht hier der Überleitungssatz.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Ausblick auf neues Berufsgesetz und regionale Relevanz

Für Frechen und die umliegenden Regionen bedeutet die geplante Reform eine Verbesserung der Ausbildung und der Versorgung von Patientinnen und Patienten, die logopädische Therapie benötigen. Hochqualifizierte Fachkräfte können künftig besser auf komplexe Krankheitsbilder reagieren und so die Versorgungsqualität vor Ort erhöhen. Gleichzeitig kann die Attraktivität des Berufs gesteigert werden, was langfristig dem Fachkräftemangel entgegenwirkt.

Das Bundesministerium für Gesundheit liegt bereits ein Eckpunktepapier vor, das wesentliche Grundlagen für das neue Berufsgesetz enthält, darunter Studien-, Ausbildungs- und Prüfungsordnungen sowie Regelungen zum Direktzugang. Verbände und Fachkräfte setzen sich weiterhin dafür ein, dass die Reform zeitnah umgesetzt wird.

Weitere Informationen zum Thema sind auf arbeitskreis-berufsgesetz.de und beim Bundesgesundheitsministerium unter bmg.bund.de verfügbar. Lesen Sie auch mehr zu gesundheitlichen Berufen auf regionalupdate.de.


Ein neuer beruflicher Standard für Logopädie ist ein Schritt hin zu moderner Gesundheitsversorgung in der Region und darüber hinaus.

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