DGB unterstützt Hochschulaktionstag am 28. Januar 2026

Berlin. Am 28. Januar 2026 findet ein bundesweiter Hochschulaktionstag statt, zu dem Studierende und Hochschulbeschäftigte an mehr als 60 Standorten aufgerufen sind. Im Fokus steht die Tarifrunde öffentlicher Dienst mit Forderungen nach verbesserten Arbeits- und Studienbedingungen an Hochschulen.

Gemeinsam für bessere Bedingungen in der Tarifrunde öffentlicher Dienst

Der Hochschulaktionstag 2026 ist Teil der laufenden Tarifrunde der Länder. Die beteiligten Gruppen, darunter Gewerkschaften, studentische Vertretungen und das Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft, setzen sich für bessere Arbeitsverhältnisse an Hochschulen ein. Dabei stehen insbesondere eine bedarfsgerechte Finanzierung, sichere Beschäftigungsverhältnisse und eine Abkehr von Befristungen auf Basis des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes im Mittelpunkt.

Forderungen des Bündnisses

Das Bündnis fordert unter anderem:

  • spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler und Hochschulpersonal,
  • Dauerstellen statt befristeter Arbeitsverträge für Daueraufgaben,
  • Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle Beschäftigten an Hochschulen.

Diese Punkte sind Reaktion auf aktuelle Missstände, wie die hohe Befristungsquote unter wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Laut dem DGB-Hochschulreport 2025 sind 82 Prozent der wissenschaftlichen Beschäftigten befristet angestellt.

Perspektiven für Beschäftigte und Studierende

Neben den Beschäftigten sind auch viele Studierende von prekären Bedingungen betroffen. Die finanzielle Lage vieler Studierender ist angespannt, da staatliche Unterstützung wie das BAföG nicht ausreichend erreicht. Studentische Beschäftigte leiden zudem unter niedrigen Löhnen und unsicheren Verträgen. DGB-Bundesjugendsekretär Kristof Becker betont die Notwendigkeit einer verlässlichen und bedarfsgerechten Finanzierung des Hochschulsystems ohne Sparzwang.

„Die Beschäftigten in der Wissenschaft wollen und verdienen Respekt und Anerkennung. Sie brauchen endlich Planbarkeit und Perspektiven statt Zeitverträge in Dauerschleife“, sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende.

Weitere Schritte und Informationen zum Hochschulaktionstag

Für den 28. Januar 2026 sind an über 60 Standorten Aktionen geplant, um Druck auf die Politik und Hochschulleitungen auszuüben. Das Bündnis aus ver.di, GEW, DGB, DGB-Jugend, freien studentischen Zusammenschlüssen und Wissenschaftsnetzwerken strebt so nachhaltige Veränderungen an.

Interessierte finden weiterführende Informationen unter hochschulaktionstag2026.de. Näheres zum DGB-Hochschulreport 2025, der die hohe Befristung und Herausforderungen darstellt, steht auf der Webseite des DGB. Mehr zum Thema Tarifrunde öffentlicher Dienst und aktuellen Entwicklungen lesen Sie auch bei regionalupdate.de.

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