Suhl. Die 22-jährige deutsche Rodlerin Merle Fräbel startet bei den Olympischen Spielen ihre erste Teilnahme bei den Erwachsenen. Merle Fraebel Olympia Rodeln gilt als große Medaillen-Hoffnung, nachdem sie in dieser Saison unter anderem den Europameistertitel und ihren zweiten Weltcupsieg auf ihrer Heimstrecke in Oberhof errungen hat.
Merle Fräbel rockt
Merle Fräbel hat sich in der laufenden Saison durch starke Leistungen im Rennrodeln hervorgetan. Nach dem Saisonauftakt in Winterberg, bei dem sie als Zweite das Podium erreichte, dominierte sie vor allem auf der Heimbahn in Oberhof. Dort sicherte sie sich neben dem Europameistertitel auch ihren zweiten Weltcupsieg. Ihren ersten Weltcupsieg hatte sie ebenfalls in Oberhof vor zwei Jahren eingefahren.
Trainingsvorteil auf der Heimbahn
Der Erfolg in Oberhof war auch auf ihre umfangreiche Erfahrung auf dieser Bahn zurückzuführen. Die 1,87 Meter große Athletin nutzte zahlreiche Trainings fahren, um ihre Fahrtechnik zu perfektionieren. Merle Fräbel sagte dazu: „Gerne hätte ich mal auf einer anderen Bahn gewonnen, aber ich nehm’s auch so.“ Nach ihrem Heimsieg gönnte sie sich als Belohnung eine Thüringer Bratwurst und zeigte sich entspannt und selbstbewusst.
Merle Fräbel ist seit den Youth Olympic Games 2020 in Lausanne bekannt, wo sie als erste Deutsche im Rodeln die Goldmedaille gewinnen konnte. Nun tritt sie bei den Olympischen Spielen im Erwachsenenbereich an, mit dem Ziel, ihre erfolgreichen Leistungen fortzusetzen.
Körperliche Voraussetzungen und mentale Vorbereitung
Mit ihrer Körpergröße und Athletik gehört Fräbel zu den Favoritinnen, zumal sie durch ihre langen Arme zu den besten Starterinnen zählt. Ihr Ziel bei den Olympischen Spielen ist es, „vier saubere Läufe, viermal schnell starten“ zu absolvieren. Dabei sieht sie die Änderung des Wettkampfformats im Vergleich zum Weltcup – die Entscheidung über vier statt zwei Läufe – eher als Chance denn als Nachteil.
Zur mentalen Vorbereitung arbeitet sie seit anderthalb Jahren mit einer Mentaltrainerin. „Mit einer Nacht dazwischen hatten wir diese Saison schon Weltcups in Lake Placid und Sigulda“, erklärte sie, um ihren Umgang mit dem Druck zu erläutern.
Frühe Förderung im Wintersport
Merle Fräbel stammt aus Suhl, einer Wintersportregion. Ihre Eltern suchten sportliche Angebote für sie und entschieden sich wegen des praktischen Rundum-Services für das Rodelteam Suhl. In der sechsten Klasse wechselte sie auf das Sportgymnasium Oberhof, um ihre Karriere zu fördern.
Eine wichtige Rolle spielen für sie auch Vorbilder und Trainingspartner. Max Langenhan, sechsmaliger Weltmeister und zweimaliger Gesamtweltcupsieger, gilt ihr als Vorbild wegen seiner Gelassenheit und seines Selbstbewusstseins. Zudem steht ihr Felix Loch, dreimaliger Olympiasieger, mit Rat zur Seite.
„Ich weiß auf alle Fälle, dass ich ab jetzt vorne mitfahren kann. Und will das auf alle Fälle tun. Das ist einfach wieder Selbstbewusstsein“, sagte Fräbel nach ihrem EM-Titel und Heimsieg in Oberhof.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Merle Fräbel und die Bedeutung für die Region
Merle Fräbel ist eine Nachwuchssportlerin aus der Region Suhl/Oberhof, die den nationalen und internationalen Wintersport repräsentiert. Ihre Erfolge bei Europameisterschaften und Weltcup-Rennen stärken das Profil der deutschen Rennrodel-Szene speziell in Thüringen. Für die Menschen vor Ort ist sie ein Beispiel für erfolgreiche Nachwuchsförderung und kontinuierliches Training an regionalen Sporteinrichtungen.
Für sportbegeisterte Bürgerinnen und Bürger bieten ihre Leistungen besondere Impulse, etwa für Nachwuchsprogramme im Wintersport oder öffentliche Veranstaltungen zur Förderung des Rodellaufsports. Die kommenden Olympischen Spiele sind ein wichtiger Meilenstein für Fräbel und bieten Chancen für mediale Aufmerksamkeit und mögliche Impulse für Sponsoren und den regionalen Tourismus.
Weitere Informationen zum Rennrodeln und zu Merle Fräbel finden Interessierte auf der offiziellen Webseite des Internationalen Rodelverbandes FIL sowie auf regionalupdate.de, dem Online-Magazin für regionale Sport- und Kulturthemen.
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