Milliardenverluste durch Schlafstörungen – Experten fordern Politik zum Handeln

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München. Bis zu einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland zeigt Symptome von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten sowie nicht-erholsamer Schlafqualität. Die wachsende Problematik schlafstoerungen in deutschland führt zu erheblichen gesundheitlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen.

Schlafstörungen bekämpfen jetzt

Formen und Auswirkungen von Schlafstörungen

Schlafstörungen wie obstruktive Schlafapnoe, chronische Insomnie und das Restless-Legs-Syndrom gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die den Schlaf beeinträchtigen. In Deutschland verursachen diese drei Störungen zusammen jährlich mehr als 100 Milliarden Euro an medizinischen und nicht-medizinischen Kosten. Allein die obstruktive Schlafapnoe schlägt mit etwa 58 Milliarden Euro zu Buche, gefolgt von der chronischen Insomnie mit 32 Milliarden Euro und dem Restless-Legs-Syndrom mit 16 Milliarden Euro (Daten aus dem Jahr 2019). Neben den direkten Kosten kommen noch versteckte Folgekosten hinzu, die beispielsweise durch Präsentismus oder die Förderung anderer chronischer Krankheiten entstehen.

Die gesundheitlichen Folgen von Schlafstörungen sind breit gefächert. Beschwerden wie Ein- und Durchschlafschwierigkeiten oder häufiges frühzeitiges Erwachen sind nicht nur Symptome, sondern können als Risikofaktoren für zahlreiche Volkskrankheiten wirken. Zudem führt die verminderte Schlafqualität zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit am Tag, erhöht Fehlzeiten am Arbeitsplatz und beeinträchtigt die Produktivität.

Forderungen von Expert:innen aus Medizin und Politik

Eine Expertenrunde aus den Bereichen Schlafmedizin, Versorgungsforschung, Politik sowie einer Patientenorganisation hat ein Positionspapier vorgelegt. Darin fordern sie politische Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafgesundheit in Deutschland. Die zentrale Forderung ist, Schlaf als nationales Gesundheitsziel festzuschreiben und ihn gleichrangig mit Bewegung und Ernährung als wichtige Säule der öffentlichen Gesundheit zu etablieren.

Zudem soll die Prävention gestärkt und die Diagnostik verbessert werden. Schlafstörungen sollen künftig systematisch erhoben und in der Primärversorgung gezielter angesprochen werden. Eine entsprechende Vergütung schlafmedizinischer Leistungen im ambulanten Bereich soll die Versorgungslage verbessern und Folgekosten reduzieren.

„Viel zu lange wurden Schlafstörungen bagatellisiert und nicht als eigenständiges Krankheitsbild gesehen. Die Auswirkungen für den Einzelnen, die Gesellschaft und die Wirtschaft in Deutschland sind alarmierend“, heißt es im Positionspapier.

Die Experten empfehlen außerdem ein nationales Monitoring zur systematischen Erfassung und Auswertung von Schlafgesundheitsdaten sowie den Ausbau der betrieblichen Gesundheitsförderung. Hier sollen Anreize geschaffen werden, um Schlafprobleme am Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Unterstützung zu bieten.

Europäische Initiativen als Vorbild

Andere Länder gehen bei der Förderung der Schlafgesundheit bereits voran. Frankreich hat beispielsweise einen umfangreichen Aktionsplan mit fünf Verpflichtungen und 25 Maßnahmen zur Förderung guten Schlafs aufgestellt. Auch internationale Fachgesellschaften fordern ein stärkeres politisches Engagement.

  • Nationales Gesundheitsziel für Schlaf etablieren
  • Verbesserte Diagnostik und Versorgung in der Primärversorgung
  • Systematische Erfassung von Schlafstörungen
  • Ausbau betrieblicher Gesundheitsförderung

Beispiel:

Die Forderungen und Parallelen zur EU finden sich im Positionspapier der Expert:innen, das auf regionalupdate.de hier abrufbar verlinkt werden kann. Weitere Informationen zum Thema Schlafstörungen in Deutschland bietet das Positionspapier von Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH zum Download.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der Schlafgesundheit für die Region und Ausblick

Die Themen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit sind auch auf regionaler Ebene von großer Bedeutung. Gerade Unternehmen und kommunale Einrichtungen können durch gezielte Gesundheitsförderung den Folgen von schlafstoerungen in deutschland entgegenwirken. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine verbesserte Lebensqualität und reduzierte Gesundheitskosten.

Geplante Schritte umfassen die Integration der Schlafgesundheit in die lokale Präventionsarbeit sowie die Förderung von Diagnostikangeboten vor Ort. Kommunen und Gesundheitsämter sind aufgerufen, mit dem Bundesministerium für Gesundheit zusammenzuarbeiten und regionale Daten zu Schlafstörungen aktiv zu erheben. Die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Positionspapier soll schrittweise erfolgen und wird durch regelmäßige Evaluierungen begleitet.

Weitere Informationen und Empfehlungen zur Förderung der Schlafgesundheit finden Leserinnen und Leser auf regionalupdate.de sowie bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).


Dieser Artikel basiert auf der Pressemeldung von Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH und ausgewerteten wissenschaftlichen Quellen.

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