Ukraine: Anstieg schwerverletzter Zivilisten mit Behinderung

München. Die anhaltenden Kriegshandlungen in der Ukraine führen zu einer steigenden Zahl von Menschen mit Behinderung Ukraine, die dringend medizinische und therapeutische Unterstützung benötigen. Handicap International berichtet von einer wachsenden Anzahl schwerverletzter Zivilistinnen und Zivilisten mit Amputationen, Verbrennungen und psychischen Traumata.

Hilfe für Verletzte mit Fokus auf Menschen Behinderung Ukraine

Die humanitäre Notlage in der Ukraine verschärft sich durch die vielen Kriegsverletzten, die nun besondere Rehabilitationsmaßnahmen benötigen. Laut einem Bericht des Assessment Capacities Project (ACAPS) haben rund 300.000 Menschen Verletzungen erlitten, von denen viele zu dauerhaften körperlichen Behinderungen führten. Die Zahl der Menschen mit Behinderung in der Ukraine ist dadurch deutlich gestiegen.

Umfangreiche Hilfeleistungen durch Handicap International

Handicap International unterstützt seit 2022 Opfer von Streubomben, Landminen und Raketenangriffen mit verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehören Rehabilitationsprogramme und psychosoziale Betreuung. Über 5.600 Menschen wurden bereits mit Reha-Maßnahmen versorgt, rund 19.000 erhielten psychosoziale Unterstützung, und mehr als 6.000 Hilfsmittel wurden verteilt.

Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen

Vor Beginn des Krieges lebten etwa 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen in der Ukraine. Viele von ihnen sind besonders von der Gewalt betroffen und haben erschwerten Zugang zu Versorgung und Hilfen. Die Kombination aus physischen Verletzungen und psychischen Belastungen, wie Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen, stellt die Betroffenen vor große Herausforderungen.

„Das Ausmaß der Anfragen nach Reha-Maßnahmen von Menschen, die durch Raketen- und Drohnenangriffe oder Landminenexplosionen verletzt wurden, ist deutlich gestiegen. Diese Patienten haben schwere Traumata und Amputationen erlitten“, sagte Tatiana, Physiotherapeutin in Dnipro.

Beispiele aus dem Alltag

Ein Beispiel für die dramatischen Folgen des Konflikts ist die 75-jährige Lidiya, die durch eine Streubombe schwer verletzt wurde. Dank der Behandlung von Handicap International kann sie ihren Arm wieder bewegen, andernfalls wäre sie auf intensive Hilfe angewiesen gewesen. Ihre Geschichte verdeutlicht die Gefahren und die Dringlichkeit der medizinischen Versorgung in der Region.

  • Über 230.000 Menschen wurden über die Risiken von Minen und Blindgängern aufgeklärt.
  • Handicap International engagiert sich in der Ukraine seit 2022 mit multidisziplinären Programmen.

Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Lokale Auswirkungen und zukünftige Perspektiven für Menschen Behinderung Ukraine

In der Ukraine nimmt der Bedarf an gezielter Unterstützung für Menschen mit Behinderungen weiter zu. Die medizinische und psychosoziale Versorgung bleibt ein wesentlicher Schwerpunkt. Für die betroffene Bevölkerung haben die Angebote von Handicap International eine große Bedeutung, um Lebensqualität zurückzugewinnen und Alltagskompetenzen zu stärken. Für die kommenden Monate sind weitere Schritte zur Ausweitung der Rehabilitationsmaßnahmen und Aufklärungskampagnen geplant.

Bürgerinnen und Bürger, die mehr über die Hilfsmaßnahmen erfahren möchten, finden weiterführende Informationen auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Website von Handicap International. Zudem bietet die Webseite des Assessment Capacities Project (ACAPS) zuverlässige Daten zur humanitären Lage.


Interner Link: Weitere Artikel zu humanitärer Hilfe und regionalen Themen finden Sie auf regionalupdate.de.

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