Wiesbaden. Die Importpreise Dezember 2025 sind laut dem Statistischen Bundesamt um 2,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat und markieren damit den stärksten Rückgang seit März 2024. Auch auf Jahressicht verzeichneten die Einfuhrpreise im Durchschnitt einen Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber 2024.
Importpreise sinken deutlich
Die Entwicklung der Importpreise im Dezember 2025 zeigt vor allem eine starke Preisverminderung bei Energieprodukten, die mit einem Rückgang von 20,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat den größten Einfluss auf die Gesamtrate hatten. Dabei gingen die Preise für Erdgas um 23,4 Prozent zurück, rohes Erdöl verbilligte sich um 23,2 Prozent, Steinkohle um 20,9 Prozent, elektrischer Strom um 14 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 13,1 Prozent. Gegenüber dem November 2025 fielen die Energiepreise im Durchschnitt um 4,6 Prozent.
Entwicklung ohne Energiepreise
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise sanken die Importpreise im Dezember 2025 nur geringfügig um 0,3 Prozent gegenüber Dezember 2024. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 stiegen sie leicht um 0,3 Prozent an. Wenn Erdöl und Mineralölerzeugnisse herausgerechnet werden, lagen die Importpreise 1,4 Prozent unter dem Dezemberwert des Vorjahres, stiegen jedoch im Monatsvergleich um 0,1 Prozent.
Preise landwirtschaftlicher und anderer Güter
Auch bei importierten landwirtschaftlichen Gütern gab es Preisrückgänge, etwa Rohkakao mit einem Minus von 35,4 Prozent und lebende Schweine mit 24,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Dagegen verteuerten sich Geflügel, Eier und Rohkaffee zumeist deutlich. Konsumgüter waren insgesamt 1,4 Prozent günstiger im Vergleich zum Vorjahresmonat, wobei Gebrauchsgüter stärker im Preis fielen als Verbrauchsgüter. Investitionsgüter zeigten einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent zum Vorjahresmonat, während Vorleistungsgüter 1,2 Prozent teurer wurden.
- Importpreise im Dezember 2025: -2,3 % gegenüber Dezember 2024
- Jahresdurchschnitt 2025 der Importpreise: -0,3 % gegenüber 2024
- Energiepreise im Dezember 2025: -20,6 % gegenüber Vorjahr
- Exportpreise im Dezember 2025: +0,0 % gegenüber Dezember 2024
„Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Dezember 2025 hatte erneut der Rückgang der Preise für Energie mit -20,6 % gegenüber Dezember 2024“, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Jahresentwicklung und Bedeutung für Verbraucher
Die durchschnittlichen Importpreise im Jahr 2025 lagen um 0,3 Prozent unter denen des Vorjahres, hauptsächlich bedingt durch deutlich gesunkene Preise für Energieimporte wie Steinkohle (-19,5 %) und rohes Erdöl (-18,1 %). Dagegen stiegen die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter um 4,3 Prozent, Konsumgüter um 1,9 Prozent und Vorleistungsgüter um 0,3 Prozent im Vergleich zu 2024.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher in der Region bedeutet der Rückgang der Importpreise insbesondere bei Energie eine Entlastung der Beschaffungskosten, die sich gegebenenfalls auf die Endpreise von Waren und Dienstleistungen auswirken kann. Gleichzeitig spiegeln die gestiegenen Preise bei bestimmten landwirtschaftlichen Gütern und Konsumartikeln weiterhin Inflationsrisiken wider.
Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Indizes ausschließlich auf Vertragswarenpreisen basieren, also ohne Steuern und Zölle berechnet werden. Weitere aktuelle Daten zu Import- und Exportpreisen sind im Internetangebot des Bundesamtes abrufbar, ebenso wie konjunkturelle Echtzeit-Indikatoren auf dashboard-deutschland.de.
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Quellen:
- Statistisches Bundesamt – Pressemeldung Import- und Exportpreise Dezember 2025
- Dashboard Deutschland

