Streusalz wird zum Baumkiller Nummer Eins

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Berlin. Streusalz wird in vielen Gemeinden im Winter eingesetzt, doch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt vor den negativen Folgen für Bäume, Böden und Gewässer. Mit Blick auf das Frühjahr rät der BUND zu gezielter Hilfe für die Stadtbäume und empfiehlt die streusalz baumschaeden beratung für Kommunen und Bürger.

Streusalz schadet Bäumen

Auswirkungen von Streusalz auf Stadtbäume

Streusalz, in der Regel Natriumchlorid, wird genutzt, um Eisbildung auf Straßen und Wegen zu verhindern. Es setzt den Gefrierpunkt von Wasser herab und wirkt wirksam bis etwa minus zehn Grad Celsius. Das Salz löst sich in Schmelzwasser, versickert im Boden und reichert sich dort über die Jahre an. Für Bäume und Pflanzen hat das erhebliche Folgen. Der erhöhte Salzgehalt verändert Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit erheblich.

„Streusalz ist ein schleichender Tod für Bäume. In Verbindung mit der wiederkehrenden Trockenheit wird es zum Baum-Killer Nummer eins“, sagte Christian Hönig, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND.

Im Frühjahr, wenn die Bäume Wasser und Nährstoffe zum Blattaustrieb benötigen, nehmen sie jedoch verstärkt schädliches Chlorid auf. Das führt zu Schäden an den Blättern, die sich durch rostrote Ränder und Blattrandnekrosen zeigen. Zusätzlich erschwert der Salzgehalt die Wasseraufnahme der Bäume. In Kombination mit Trockenstress kann dies zum Absterben einzelner Kronenteile oder ganzer Bäume führen.

Forderungen an Kommunen und Gemeinden

Der BUND fordert von Kommune und Grünverwaltungen, den Schutz der Bäume im Frühjahr aktiv zu unterstützen. Dies beinhaltet:

  • Regelmäßiges intensives Wässern der Bäume vor dem Laubaustrieb, um die Streusalzkonzentration in der Wurzelzone zu reduzieren.
  • Bedarfsorientiertes Düngen zur Förderung der Nährstoffaufnahme und zur Verringerung der Chloridaufnahme.
  • Bodenverbessernde Maßnahmen an stark belasteten Standorten, um Bodenverdichtung zu vermeiden.

Die nachhaltige Unterstützung soll jährlich erfolgen, da sich Streusalz im Boden langfristig anreichert.

„Wässern und Düngen vor dem Laubaustrieb kann Salzschäden abmildern. Langfristig brauchen wir einen Winterdienst, der Verkehrssicherheit gewährleistet, ohne die Stadtbäume zu ruinieren“, so Hönig weiter.

Empfehlungen für Privatpersonen im Umgang mit Streusalz

Besonders kritisch bewertet der BUND den Einsatz von Streusalz auf Gehwegen vor Wohnhäusern, da hier das Salz unmittelbar in den Wurzelbereich der Bäume fließt. Bürgerinnen und Bürger werden daher zum Verzicht auf Streusalz aufgerufen. Stattdessen empfiehlt der BUND mechanische Methoden wie Schneeschaufeln, Besen und Eiskratzer.

Alternative Tausalze wie Ameisensäure oder vermeintliche Hausmittel haben ebenfalls Nachteile. Ameisensäure verbraucht bei ihrem Abbau viel Sauerstoff in Gewässern, was zu Sauerstoffmangel führen kann. Lösungen wie Gurkenwasser enthalten ebenfalls Salz und wirken daher ähnlich schädlich.

  • Umweltfreundliche Alternativen zu Streusalz finden Interessierte auf der Webseite des BUND bund.net.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Unterstützung für Stadtbäume im Frühjahr

Die Folgen der Streusalznutzung im Winter betreffen die Lebensqualität und den Erhalt der städtischen Grünflächen in Berlin und anderen Regionen. Gesunde Stadtbäume tragen nicht nur zum Stadtbild bei, sondern verbessern das Mikroklima und bieten Schatten an heißen Tagen. Die vom BUND empfohlene streusalz baumschaeden beratung gibt Kommunen praxisnahe Empfehlungen zur richtigen Pflege der Bäume nach der Winterperiode.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass durch eigene Vorsicht beim Streusalzeinsatz und Engagement in der Pflege der städtischen Grünanlagen die nachhaltige Baumgesundheit unterstützt werden kann. Kommunen sind zudem aufgefordert, entsprechende Maßnahmen planmäßig umzusetzen, um Boden- und Wasserschäden zu begrenzen und langfristig die Vitalität der Stadtbäume zu sichern.

Weitere Informationen sowie hilfreiche Tipps bietet das regionale Umweltressort ebenso wie die Umweltberatung Berlin. Für Fragen zur streusalz baumschaeden beratung steht der BUND als Fachorganisation zur Verfügung.


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