KZBV und BZÄK kritisieren CDU-Vorschlag zur Zahnmedizin

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Berlin. Die zahnmedizinische Versorgung gesetzliche Krankenkassen steht aktuell im Fokus einer Debatte nach Vorschlägen des CDU-Wirtschaftsrats, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu streichen und privat abzusichern. Experten aus der Zahnmedizin warnen vor den negativen Folgen einer solchen Ausgliederung.

Wichtige Zahnmedizin-News: Ein Blick auf die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sehen die Vorschläge des CDU-Wirtschaftsrats als medizinisch, sozial und ökonomisch problematisch an. Nach Auffassung der Experten sind Mund- und Allgemeingesundheit eng miteinander verbunden, sodass eine Ausgliederung der zahnmedizinischen Leistungen erhebliche Folgekosten für das Gesundheitssystem mit sich bringen würde.

Der Fokus liegt dabei unter anderem auf der Parodontitis, einer Erkrankung, die mit anderen schweren Krankheiten wie Diabetes oder koronaren Herzerkrankungen verknüpft ist. Eine sektorenübergreifende Behandlung könne langfristig Kosten senken, wohingegen eine Auslagerung zu höheren Belastungen führen würde.

Wirtschaftlichkeit der zahnärztlichen Leistungen in der GKV

Alle zahnärztlichen Leistungen, die im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erbracht werden, entsprechen dem Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 12 SGB V. Das bedeutet, sie sind ausreichend, zweckmäßig und überschreiten nicht das Maß des Notwendigen. Die KZBV und BZÄK betonen, dass Einsparungen durch eine Verlagerung auf private Sicherung nicht realistisch seien.

Folgen für Patientinnen und Patienten bei Ausgliederung

Eine Übertragung der zahnmedizinischen Versorgung in die Eigenverantwortung der Versicherten birgt nach Ansicht der Vertreter mehrere Risiken:

  • Zahnmedizinische Versorgung würde stark von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängen, was insbesondere Familien und sozial schwache Gruppen belasten würde.
  • Die soziale Ungleichheit bei der Mundgesundheit könnte verstärkt werden, da finanzielle Einschränkungen die Behandlung auf Notfälle beschränken könnten.
  • Besonders vulnerable Gruppen wie Kinder, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen wären gefährdet, da Präventionsleistungen wegfielen.
  • Die flächendeckende Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen, könnte sich verschlechtern.
  • Deutschland würde den internationalen Spitzenplatz in der Mundgesundheit und das hohe Versorgungsniveau verlieren.

Aktuelle Studien bestätigen zudem, dass Länder mit geringerer öffentlicher Finanzierung von Zahnbehandlungen, wie Spanien, über alle Altersgruppen hinweg schlechtere Mundgesundheitswerte aufweisen.

„Die Kombination von Präventionsorientierung mit einem angemessenen Maß an Eigenverantwortung der GKV-Versicherten ist die Lösung, die zu einer stetigen Verbesserung der Mundgesundheit und zu stabilen Ausgaben führt“, erklärten Martin Hendges und Dr. Romy Ermler, Vorsitzender der KZBV und Präsidentin der BZÄK.

Beispielsweise finden Sie weitere Informationen zur Zahngesundheit auf regionalupdate.de.

Weitere seriöse Informationen zum Thema Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bietet das Bundesministerium für Gesundheit: GKV-Leistungskatalog.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der zahnmedizinischen Versorgung für die Region und Ausblick

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet der Erhalt der zahnärztlichen Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung eine verlässliche und sozial gerechte Gesundheitsversorgung. Die Prävention und frühzeitige Behandlung von Zahn- und Mundkrankheiten trägt zu einer besseren allgemeinen Gesundheit bei und wirkt langfristig kostenentlastend für das Gesundheitssystem.

Regional betrachtet sichert diese Struktur die Versorgung auch in ländlichen Gebieten und für vulnerable Gruppen ab. Zukünftige Entwicklungen könnten auf der Stärkung präventiver Maßnahmen und der Sicherung der wirtschaftlichen Grundlage der vertragszahnärztlichen Versorgung aufbauen. Termine oder politische Entscheidungen zum Thema sind derzeit nicht bekannt, doch die Debatte verweist auf die Notwendigkeit, das System weiterhin sozial ausgewogen und nachhaltig zu gestalten.

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