Deutschland ist Spitzenreiter im europäischen Vergleich / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/181082 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Viele Beschäftigte verzichteten 2025 auf ihren Urlaubsanspruch

Berlin. Im Jahr 2025 nutzten lediglich 43 Prozent der deutschen Beschäftigten ihren kompletten Urlaubsanspruch. Dies zeigt eine neue Analyse zur Urlaubsnutzung deutsche Beschäftigte, die einen Blick auf das tatsächliche Urlaubsverhalten innerhalb Deutschlands und im europäischen Vergleich wirft.

Urlaub in Deutschland nutzen

Die Untersuchung der globalen HR-Plattform Deel verdeutlicht, dass in Deutschland zwar drei Viertel der Beschäftigten mindestens 80 Prozent ihres Urlaubs in Anspruch nehmen, die vollständige Nutzung des Urlaubsanspruchs aber nur von einer Minderheit erfolgt. Dies ist vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion um Arbeitszeit und Produktivität besonders relevant. Max Lux, Country Lead DACH bei Deel, betont:

„Mehr als die Hälfte (57 %) der Beschäftigten in Deutschland nutzt ihren Urlaubsanspruch nicht vollständig. Vor dem Hintergrund der Produktivitätsdebatte ist das ein bemerkenswerter Befund: Er deutet darauf hin, dass die Frage nach Arbeitsleistung nicht allein über die Anzahl der geleisteten Stunden beantwortet werden kann.“

Urlaubsverhalten im europäischen Vergleich

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit einem Anteil von 43 Prozent vollständig genutzter Urlaubsansprüche an der Spitze. Andere Länder wie Dänemark (40,5 %), die Schweiz (39,7 %) oder Frankreich (21,5 %) schneiden im Vergleich schlechter ab. Kürzere Auszeiten sind in Deutschland weniger verbreitet; dort bevorzugen Beschäftigte längere Urlaubsphasen. So entfallen 1,8 Prozent der Urlaubsanträge auf Abwesenheiten von 16 Tagen oder mehr.

Regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands

Auch innerhalb Deutschlands zeigt sich regional eine unterschiedliche Urlaubsnutzung. So betrug 2025 der Median der genommenen Urlaubstage in Hamburg 24 Tage, während Frankfurt am Main mit 28 Tagen den höchsten Wert verzeichnete. Berlin und München liegen mit 27,75 beziehungsweise 26,5 Tagen im bundesweiten Mittelfeld. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Urlaub auch Ausdruck unterschiedlicher regionaler Arbeitsrealitäten ist.

  • Hamburg: Median 24 Tage
  • Frankfurt am Main: Median 28 Tage
  • Berlin: Median 27,75 Tage
  • München: Median 26,5 Tage

Beispielhafte Urlaubsnutzungszahlen verdeutlichen die regionalen Differenzen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der Urlaubsnutzung für Arbeitnehmer in Deutschland

Die Ergebnisse der Analyse sind für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland relevant, da sie Hinweise auf das Verhältnis von Arbeitsleistung und Erholung liefern. Eine vollständige Ausnutzung des Urlaubsanspruchs kann gesundheitliche und soziale Vorteile mit sich bringen. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und tatsächlicher Nutzung weist zudem auf Potenziale für eine ausgewogenere Work-Life-Balance hin.

Regionale Unterschiede legen nahe, dass Arbeitgeber und Beschäftigte jeweils unterschiedliche Rahmenbedingungen und Arbeitskulturen berücksichtigen sollten. Zukünftige Entwicklungen und betriebliche Regelungen könnten darauf abzielen, eine bessere Ausnutzung der Urlaubstage zu fördern.

Weitere Informationen rund um Arbeitszeit und Erholung finden Sie auch auf regionalupdate.de sowie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.


Interne Link: regionalupdate.de: Arbeitszeit und Erholung
Externer Link: Bundesagentur für Arbeit – Urlaub und Freizeit

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